EDEWECHT - Das Ergebnis jahrelanger Arbeit vieler Menschen stand im Mittelpunkt des neuen „Edewecht-Forums“. Das Autorenteam machte neugierig auf Leseabenteuer in Heimatgeschichte.
Von Doris Grove-Mittwede
EDEWECHT - Zum Lesen im Schnellverfahren ist sie nicht geeignet: Zuviel geballte Informationen stecken zwischen den Buchdeckeln. Doch sie ist ein ideales Nachschlagewerk, das – in Häppchen genossen – Appetit auf mehr macht: Die neue „Edewechter Ortsgeschichte“, die in der Volksbank Ammerland-Süd vorgestellt wurde. In einem Rahmen, der passender nicht sein konnte, wurden rund 150 Gäste neugierig gemacht auf Leseabenteuer in Heimatgeschichte: Zum Auftakt der neuen Saison im Edewecht-Forum 2005/2006 stellten Herausgeber Prof. Dr. Albrecht Eckhardt (Klein Scharrel) und sein Autorenteam das Ergebnis jahrelanger Arbeit vor.Zuvor hatte Volksbank-Vorstand Hermann Schaa darauf hingewiesen, dass seit der Veröffentlichung der „Edewechter Chronik“ durch Friedrich Winkler 30 Jahre ins Land gegangen sein, in denen sich in Edewecht vieles verändert habe. Eine Neubearbeitung der Geschichte sei an der Zeit gewesen. Schaa wünschte dem Nachschlagewerk, das die Volksbank gesponsert habe, ebenso viele begeisterte Leser wie Bürgermeisterin Petra Lausch. Sie sagte, dass die neue von der Gemeinde in Auftrag gegebene Ortsgeschichte einerseits wissenschaftlichen Ansprüchen genüge, andererseits gut verständlich und lesbar sei. Mit Engagement, Sachverstand und Herzblut hätten die Autorinnen und Autoren Edewechter Geschichte aufgearbeitet und nun die Ziellinie erreicht.
Und dann lockte das Team die Zuhörer: Dr. Franz Both mit der Ur- und Frühgeschichte Edewechts, der ankündigte, man könne in dem Buch einem 2000 Jahre alten Edewechter in die Augen sehen. Professor Dr. Dietrich Hagen erläuterte geographische Grundlagen, Professor Dr. Albrecht Eckhardt lud zu einem Kurzabenteuer ins Mittelalter ein, das der Edewechter Pastor Achim Neubauer mit Ausführungen zum Passionsalter in St. Nikolai ergänzte. Dr. Heike Düselder, die mit ihrem Mann Dr. Christoph Reinders-Düselder auch ein Kapitel bearbeitet hatte, faszinierte mit Edewechter Einblicken ins 17. und 18. Jahrhundert. Dr. Matthias Nistal und Professor Dr. Karl-Ludwig Sommer schlugen die Geschichtskapitel „19. Jahrhundert bis 1918“ bzw. „Weimarer Republik und NS-Zeit“ auf. Für die verhinderte Dr. Katharina Hoffmann skizzierte Herausgeber Eckhardt kurz „Edewecht nach 1945“. Zum Schluss stellte der Edewechter Orts- und Heimatforscher Emil Wieker seine interessanten Geschichtsergebnisse über die
Hausmannshöfe vor. Leselust hatte das Publikum damit bekommen und ruckzuck waren die ersten Bücher verkauft.
