EDEWECHT - Das Häuschen an der Holljestraße/Ecke Brannendamm, war schon immer ein Haus der Begegnung. Erbaut worden war es in den Fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Kapelle, wo sich die Katholiken aus der Gemeinde Edewecht zu ihren Gottesdiensten trafen.
Bis in die Siebziger Jahre hinein erfüllte das Gotteshaus seine Funktion, dann wurde es in ein Jugendzentrum umfunktioniert. Bis heute kommen hier Kinder und Jugendliche zusammen, um Freunde zu treffen, neue Leute kennenzulernen und viele (Kreativ-)Angebote der Jugendpflege zu nutzen.
Um die frühere Kapelle herum hat sich in den vergangenen Jahrzehnten entlang der Holljestraße einiges verändert. Neue Wohnsiedlungen entstanden. Wo früher noch Wiesen waren, befinden sich heute Einfamilienhäuser mit Gärten. Das Jugendzentrum musste sich diesen Veränderungen anpassen.
„Als es hier noch nicht so stark bebaut war, ging es schon etwas lauter zu“, kann sich Margaretha Winkler, Jugendpflegerin in der Gemeinde Edewecht, erinnern. Sie ist seit über 23 Jahren in diesem Beruf tätig und leitet schon über zwei Jahrzehnte die Einrichtung an der Holljestraße.
Konzerte und Feten gehörten damals mit zum Programmangebot, auch die eine oder andere Jugendband probte hier manchen Abend. Dabei wurde die Nachbarschaft vorab informiert, die sich sehr tolerant zeigte.
Jetzt finden im Edewechter Jugendzentrum keine Konzerte und keine Bandproben mehr statt. Die Gruppenprogramme sind so gestaltet, dass am frühen Abend wieder Ruhe einkehrt.
Für die Kinder und Jugendlichen der Holljestraße (und für viele andere) war und ist das Jugendzentrum eine Möglichkeit der Freizeitgestaltung. Margaretha Winkler lernte manche von ihnen, deren Familien seit Generationen an der Holljestraße wohnen, kennen. Besonders freut sich die Jugendpflegerin, wenn der eine oder andere damalige Besucher als Erwachsener sie in der Einrichtung besucht. Dann wird bei Tee, Kaffee oder Wasser auch über vergangene Zeiten gesprochen.
