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Bürgerprotest Bürger auf Kanalstraße im Dunkeln

Heinz-Josef Laing

EDEWECHTERDAMM - Mit völligem Unverständnis hat am Donnerstag der Bürgerverein Edewechterdamm auf die Beschlussempfehlung des Fachausschusses des Friesoyther Stadtrates reagiert, auf den Bau einer Straßenbeleuchtung an der Kanalstraße in Edewechterdamm zu verzichten.

Der Straßen-, Wege- und Kanalisationsausschuss hatte am Mittwochabend auf Antrag der CDU empfohlen, die Straßenbeleuchtung von der Altenoyther Straße bis zur Straße „Zum Sportzentrum“ zunächst nicht zu errichten. Stattdessen sollen die Gemeinde Bösel und die Stadt Friesoythe beim Landkreis Cloppenburg den „verkehrsgerechten Ausbau“ der Straße beantragen. Ein vorbereitendes Gespräch der beiden Bürgermeister Hermann Block und Johann Wimberg fand bereits am Mittwoch statt.

Im Gespräch mit der

NWZ

sagte Werner Duhme, Vorsitzender des Bürgervereins: „Wir hoffen nun, dass der Landkreis Cloppenburg etwas bewegen kann und endlich das restliche Teilstück der Kreisstraße 353 ausgebaut wird.“

Die von Bösel bis nach Edewechterdamm führende Kreisstraße wird derzeit zwischen Bösel und dem Küstenkanal ausgebaut. Das letzte gut 1000 Meter lange Teilstück ist von diesen Arbeiten ausgenommen.

Verwundert hat den Bürgerverein die von der CDU angeführte Begründung gegen die Bau einer Straßenbeleuchtung. Die Ablehnung hatte CDU-Ratsherr Heinrich Bischof begründet: „Die Errichtung einer Straßenbeleuchtung vermittelt nur scheinbar Sicherheit. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Gefahr für Fußgänger oder Radfahrer auf der Kanalstraße noch größer wird, weil die Beleuchtung auch abends noch zur Benutzung dieser Straße einlädt. Fußgänger und Radfahrer sollten die Strecke nach Möglichkeit wenig benutzen.“ Die Bevölkerung sollte die Kanalstraße meiden, meinte Bischof weiter. Renate Geuter (SPD) kommentierte die Entscheidung der CDU als „Mogelpackung“.

Der Landkreis Cloppenburg bleibt unterdessen bei seinem „Nein“ zum Ausbau des restlichen Teilstückes der Kreisstraße 353. Kreis-Sprecher Ansgar Meyer sagte am Donnerstag auf Anfrage der

NWZ

, die Straße sei in diesem Bereich nicht einer so hohen Verkehrsbelastung ausgesetzt, die einen Ausbau notwendig mache. Zur Forderung nach dem Bau eines Rad- und Gehweges sagte Meyer, es gelte weiterhin der Grundsatzbeschluss des Kreistages. Danach können die Kommunen Rad- und Gehwege an Kreisstraßen planen und bauen. Der Landkreis beteilige sich in der Regel an den Kosten. Die Stadt Friesoythe habe bereits 2006 einen Radweg beantragt und sei bereits damals auf den Grundsatzbeschluss hingewiesen worden.

Der Bürgerverein Edewechterdamm reagierte am Donnerstag auf die Entscheidung des Friesoyther Fachausschusses und stellte Protestplakate an der Kanalstraße auf. Wolfgang Baran, zweiter Vorsitzender des Vereins: „Wir haben vor Jahren schon Anliegerbeiträge für die Beleuchtung gesammelt. 3500 Euro liegen schon auf einem Konto bereit.“

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