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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Een Füürwark an Plattdüütsch

02.03.2017

Oldenburg Selbstbewusst ist das Motto des diesjährigen Plattart-Festivals: „Dat kriegt wi hen!“ – Eine optimistische Losung, die ein wenig an Merkels „Wir schaffen das“ erinnert.

Annie Heger, die künstlerische Leiterin des Festivals, betont: „Wir weinen erst, wenn die Katastrophe eintritt“. Damit spielt sie auf das Aussterben der plattdeutschen Sprache an, das Muttersprachlern immer wieder von verschiedenen Seiten prognostiziert wird.

Die Veranstalter des Plattart-Festivals glauben nicht daran. „Plattdeutsch ist eine lebendige Sprache“, sagt Annie Heger.

Wann findet das Plattart-Festival statt?

Das Festival für Niederdeutsche Kultur bietet vom 10. bis 19. März ein vielseitiges und buntes Programm. Den Auftakt bildet die Plattgold-Gala am 10. März im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters. „Een Füürwark an plattdüütsch Kunst, so bunt as us Spraak“ versprechen die Veranstalter.

Wo kann ich Veranstaltungen besuchen?

Spielorte sind in diesem Jahr Oldenburg, Cloppenburg, Apen, Seefeld, Edewecht, Halsbek und das ostfriesische Wiesmoor.

Was wird geboten?

Das Programmangebot richtet sich an alle Liebhaber der plattdeutschen Sprache und an solche, die es werden wollen. Die Veranstalter laden zu Theater-und Filmvorführungen, Lesungen und Mitmachaktionen ein. Beteiligen kann sich das Publikum unter anderem beim „Rudelsingen op Platt“ in der Kulturetage. Am 15. März werden dort Lieder wie „Ick weer noch nie nich in New York“ oder „Mien Tohuus is de Freesenhof“ erklingen.

Zum wievielten Mal wird Plattart ausgerichtet?

„Mit Plattart stellen wir jetzt schon zum sechsten Mal unter Beweis, dass Plattdeutsch nicht von gestern ist“, sagt Stefan Meyer vom Veranstalter Oldenburgische Landschaft. „Plattdeutsch ist nicht nur alltags-, sondern auch kulturtauglich.“

Was ist neu in diesem Jahr?

Eine Premiere feiert in diesem Jahr der „Science Slam“. Naturwissenschaftliche Themen, verpackt in spannende und anschauliche Vorträge – natürlich auf Platt. Bei „Wetenskup för Dummies“ kürt das Publikum am Ende den Sieger des Abends.

Muss ich Plattdeutsch sprechen können?

„Plattart richtet sich an alle, die Interesse an der niederdeutschen Sprache und Kultur haben“, betont Annie Heger. Nicht nur Muttersprachler und „alte Hasen“ sollen sich angesprochen fühlen. „In den vergangenen Jahren war unser Publikum sehr heterogen“, weiß Stefan Meyer. Auch wenn man auf Anhieb nicht gleich alles versteht – die Veranstaltungen von Plattart seien dazu da, um Menschen für die niederdeutsche Sprache und Kultur zu begeistern. „Gerade bei Theaterstücken mit gemischten Szenen aus Hochdeutsch und Platt, werden die Menschen förmlich hineingezogen und entwickeln ganz allmählich ein Gehör für die Sprache“, erklärt Annie Heger. Wer trotzdem seine Plattdeutsch-Kenntnisse auffrischen möchte, kann einen VHS-Kurs in Oldenburg oder Edewecht besuchen.

Wo kann ich Karten bekommen?

Viele Veranstaltungen sind kostenfrei. Ansonsten sind die Karten bei den jeweiligen Veranstaltungsorten erhältlich. „Wir versuchen, die Eintrittspreise so niederschwellig wie möglich zu halten“, sagt Stefan Meyer.

Julia Zube Volontärin / NWZ-Redaktion
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