Varel - Mit ihren Auftritten im Bahnhof parodierten Karin Zimny und Klaus Mahlberg am Mittwoch und Donnerstag die familiäre weihnachtliche Wirklichkeit. Das Stadtmarketing Varel als Veranstalter hatte die Komödianten gleich für zwei Abende der Reihe „Kultur am Haltepunkt“ verpflichtet.

Darüber freuten sich nicht nur die vielen Zuschauer, sondern auch Karin Zimny, denn sie war schon zweimal in dieser Reihe mit unterschiedlichen Programmen zu Gast, aber jeweils nur für einen Abend. „Da hab ich mal Zeit, mir die Stadt der netten und fröhlichen Leute, die mich immer im Bahnhof besuchen, anzusehen“, freute sich die Schauspielerin.

Dieses Mal stand sie mit Klaus Mahlberg auf der Bühne. Das Stück hieß schlicht und einfach „Lametta“, hatte also mit Weihnachten zu tun. Die Beiden mimten ein Ehepaar, das auf die Verwandtschaft am Heiligen Abend wartet. Da waren Günter, der immer zu früh erscheint, und Renate, die sonntags auch mal das Familienauto fahren darf. Zwischen Gänsebraten und Baumschmücken zogen sie verbal über ihr Eheleben und die Angehörigen her.

Klamauk und Gesang reihten sich aneinander und immer wieder war das Schmücken der Halleluja-Staude mit Lametta ein gewichtiges Thema. Auch Enkelin Yvonne-Chantal wurde wegen ihrer Neunmalklugheit oft zitiert.

Im Laufe der Festvorbereitungen sagte schließlich die ganze bucklige Verwandtschaft per Telefon oder Telegramm ab. „Wir machen lieber eine Kreuzfahrt“, „Auto kaputt“ und „Hab Rücken“, lauteten die Ausreden.

So blieb Renate und Günter nur die traute Zweisamkeit und nach einem üppigen Mahl, zu dem auch Rindfleischsuppe mit Eierstich gehörte, erinnerten sie sich ihrer früheren Liebe und mit einem Tänzchen klang ihr Weihnachtsfest aus.

Sicherlich hat sich der eine oder andere Zuschauer in den gespielten Begebenheiten wiedererkannt, jedenfalls bedankten sich alle mit viel Applaus bei den beiden Darstellern.