Wildeshausen - Was ist eigentlich ein ökologischer Fußabdruck? Diese Frage stellte der Verein Mutlivision in seinem Projekt „Fair Future – Der ökologische Fußabdruck“ in seinen Präsentationen am Donnerstag den Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schule und der Realschule in Wildeshausen.

Insgesamt 743 Schüler, aufgeteilt in vier Gruppen, lauschten der Veranstaltung in der Aula. Auch Bürgermeister Dr. Kian Shahidi, und Landrat Frank Eger waren gekommen, um die Veranstaltung zu unterstützen. Einleitend sagten sie einige Worte und appellierten an die Schüler, über ihr Konsumverhalten und den Umgang mit der Umwelt nachzudenken. „Wenn wir uns gemeinsam bemühen, können wir etwas verändern“, so Eger.

Der Landkreis Oldenburg und die Stadt Wildeshausen gehörten ebenso wie die Oldenburgische Landesbank, die durch Steffen Kleen vertreten war, und die EWE, in Person von Fachberaterin Sylvia Schorn, zu den Sponsoren der Veranstaltung.

Ziel der Multimediapräsentation ist, Jugendlichen das Prinzip der Nachhaltigkeit und des Umwelt- und Klimaschutzes näher zu bringen.

„Wenn wir über die Zukunft reden, kommen wir nicht umhin, auch über die Gegenwart zu sprechen“, erklärte Moderator Fabian Delong. Die Erde sei unsere Lebensgrundlage, es gibt nur den einen Planeten, „mehr haben wir nicht“, so Delong weiter.

Das Konzept des ökologischen Fußabdrucks soll dabei helfen, das Problem zu visualisieren. Jeder Mensch verbraucht täglich Rohstoffe, damit nimmt er eine bestimmte Fläche auf dem Planeten ein.

Die Erde hätte etwa 51 Milliarden Hektar, bei etwa sieben Milliarden Menschen bedeute dies, jedem Menschen würden etwa 1,4 Hektar für Rohstoffe zur Verfügung stehen. In Deutschland würde aber jeder Einwohner 4,2 Hektar benötigen. „Wenn also jeder Mensch so leben würde, wie wir in Deutschland, bräuchten wir drei Erden“, so Delong. In einem etwa 35-minütigen Film sollte das Problem noch einmal verdeutlicht, aber auch Lösungsvorschläge geboten werden. Vier Bereiche wurden darin angesprochen: Mobilität, Wohnen, Ernährung und sonstiger Konsum. Im Anschluss folgte eine Diskussion, in der die Schüler selbst zu Wort kommen sollten und die Lösungen konkretisiert werden.

„Wir wollen den Jugendlichen klar machen, dass das Problem jeden betrifft“, erklärt Moderator Fabian Delong das Konzept.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake