Oldenburg - Zum Abschied im Sommer schöpft das Staatstheater noch einmal aus dem Vollen und führt das Broadway-Musical „Spamalot“ auf. Wem dieser Name nichts sagt, dürfte bei „Monty Python“ aufhorchen, den britischen Komikern, die mit Filmen wie „Die Ritter der Kokosnuss“ ihrem schrägen Humor Kultstatus verliehen. „Spamalot“ aus dem Jahr 2005 ist ein Musical, das Monty Python-Mitglied Eric Idle und John du Prez aus dem Film „liebevoll zusammengeklaut“ haben, wie es heißt.
Es sei an Theatern noch wenig gespielt, erzählt Dramaturg Jörg Vorhaben. Denn es dürfe erst seit einigen Jahren in Eigenregie aufgeführt werden. Das Staatstheater hat als erstes Haus eine Fassung entworfen, in der die Szenen in deutscher Sprache gesprochen werden, während die Liednummern im englischen Original verbleiben.
In Szene setzt die sehr aufwendige Show mit 20 Bühnenbildern (Anike Sedello), hundert Kostümen (Dinah Ehm) und vierhundert Lichteinstellungen (Stefan Flächsenhaar) der Regisseur Ekat Cordes, dessen farbige, überzeichnete Handschrift das Publikum aus Produktionen wie „Die unendliche Geschichte“ oder „Charlys Tante“ bereits kennt. Das Musical sei ein gigantisches Räderwerk, das ineinander greift, sagt Dramaturg Vorhaben: „Es gibt keine Minute, in der nichts passiert.“
Sieben Schauspieler und eine Musical-Darstellerin erzählen und singen von der verrückten Suche des liebenswert-schrulligen Königs Artus (Thomas Birklein) nach Rittern für seine Tafelrunde, um den Heiligen Gral zu finden. Vincent Doddema habe als Diener „Patsy“ sogar eine flotte Step-Nummer einstudiert, verrät Vorhaben. Unterstützt werden die acht Darsteller von einem achtköpfigen Tanz- und Musical-Ensemble. Das Staatsorchester wird dirigiert von Axel Goldbeck. Die Liednummern bezeichnet Vorhaben als absolut schmissig: „Das Musical ist voller Lebensfreude, beste Unterhaltung und ein sehr schöner Abschied für unser Schauspiel.“
Zu den Schauspielern zählen: Thomas Birklein, Vincent Doddema, Bernhard Hackmann, Rüdiger Hauffe, Gilbert Mieroph, René Schack, Klaas Schramm und Navina Heyne.
