Hoykenkamp - Er ist gelandet, der erste Ganter im Ortsteil Hoykenkamp: Seit vergangener Woche steht die 77. Ganterskulptur des Vereins GanterART auf dem Hof der Familie Lübben auf dem Hohenborn und hat dort sowohl das Haus der Familie als auch den Hof im Blick.
Gestaltet wurde der Ganter der Generation 2.0 von Lydia Gartzke. Die Künstlerin aus Schlutter bemalte unter anderem auch schon den Ganter vor der Rettungswache an der Urneburger Straße. Seit November habe sie immer mal wieder an der Skulptur der Familie Lübben gearbeitet. Das Design einer Wildgans entstand in Teamarbeit: „Wir wollten einen natürlichen Ganter und die Triskele, den Rest hat Lydia dann gemacht“, berichtet Gaby Lübben. Die Triskele ist das keltische Symbol für den Kreislauf des Lebens und ist nun in Form einer bronzefarbenen Halskette verarbeitet worden. „Die Triskele mit ihren drei Kreisen passt auch deshalb so gut, weil wir drei Kinder haben“, so Lübben. Und Clara (9), Victoria (7) und Tristan (6) finden den Ganter auf ihrem Hof „richtig super“.
Passend ist wiederum auch der Name der Skulptur: „Gwendolyn“ ist ebenfalls keltischen Ursprungs und bedeutet „Weiser Kreis“. „Wir haben einfach eine Verbindung zur nordischen Mythologie“, erklärt Christian Kaufmann-Lübben. Im vergangenen Jahr heiratete das Paar anlässlich seines zehnten Hochzeitstages noch einmal nach keltischer Zeremonie – da war das Design des Ganters naheliegend.
Mit dem Erwerb des Ganters möchten die Lübbens vor allem eines zeigen: „Wir sind Ganderkeseer und unsere Kinder sind auch im Ort geboren. Da war es uns wichtig, diese Zugehörigkeit zu symbolisieren“, erzählt Gaby Lübben.
GanterART-Vorsitzender Ecco Eichhorn freut sich vor allem, dass dieser Ganter nun „virenfrei ist und keiner Stallpflicht unterliegt“. Das Geld für die Skulptur kommt wieder dem Verkehrsübungsplatz auf dem Gelände der Katenkamp-Schule zugute. „Es ist natürlich weiterhin unser Anliegen, auch nach Fertigstellung des Kampus-Projektes gemeinnützige Projekte zu unterstützen“, so Eichhorn – und ganz nebenbei auch Kunst im öffentlichen und privaten Raum zu schaffen.
Und Eichhorn nutzte die Gelegenheit für eine Ankündigung: Im Laufe des Jahres wird ein zweiter Ganter in Hoykenkamp landen, nur wo genau, das bleibt noch geheim.
