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Frantz Massenat verlässt die Baskets
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Tschüss Oldenburg
Frantz Massenat verlässt die Baskets

NWZonline.de Nachrichten Kultur

Ein Liebling des Kunstbetriebs

26.02.2015

Berlin /Oldenburg Wie weit trägt die Formel: „Ich bin Künstler, ich darf das!“?

Das fragt der Oldenburger Autor Klaus Modick in seinem Roman „Konzert ohne Dichter“. Im Mittelpunkt verhandelt dieser Künstlerroman die Frage, inwieweit die Produktion von Kunst moralische Defizite im Alltagsleben rechtfertigt, entschuldigt, ja womöglich sogar ausgleicht.

Dieser Roman will also wissen: Um welchen Preis darf Kunst entstehen? Und woraus resultiert ihre Relevanz?

Dichter mit Adelstick

Klaus Modick hat sich inzwischen auf seine ganz unspektakuläre Art längst als einer der großen Erzähler der Bundesrepublik erwiesen. Mit „Konzert ohne Dichter“ ist ihm nun aber sein Meisterstück gelungen.

Lesungen von Klaus Modick im Nordwesten

Der Schriftsteller liest unter anderem am 20. März um 20 Uhr in Hude in der Klostermühle (Von-Witzleben-Allee). Karten: Telefon   04408/21 20.

Modick liest auch am 24. März in der Stiftung Burg Kniphausen bei Wilhelmshaven um 19.30 Uhr (Telefon   0151/12 76 7018).

Zudem liest er am 7. April um 20 Uhr im Restaurant Küchenwerkstatt auf Juist sowie am 28. April um 20 Uhr im Kulturspeicher in Leer (Wilhelminengang 2).

Weitere Lesungen sind geplant am 29. April um 19.30 Uhr in der Buchhandlung M. Tiemann in Rastede (Bahnhofstr., Telefon   04402/83 840), am 24. Oktober um 19 Uhr in der Kulturmühle Berne (Telefon   04406/92 00 46) und am 9. November um 20 Uhr im Theater Laboratorium in Oldenburg (Telefon   0441/92 48 00).

Die Lesung am 19. März in der NWZ -Reihe „Begegnungen“ in Oldenburg ist bereits ausverkauft.

In diesem geistsprühenden Buch verhandelt er Fragen von Kunst und Ethik, Schöpfertum und Verantwortung. Sein Handlungspersonal: Paula Modersohn und Clara Westhoff, „die Malweiber“, wie der chauvinistische Kunstbetrieb der Zeit sie damals nannte. Vor allem aber das Universalgenie Heinrich Vogeler, prägende Kraft des Jugendstils. Und Rainer Maria Rilke, wortgewaltiger Dichter mit Adelstick, dessen Ambition zum Aufstieg gleichermaßen ausgeprägt ist wie seine Bereitschaft, alles, wirklich alles seinem Werk unterzuordnen – inklusive seiner Frau und seiner Tochter Ruth, die er bei den Schwiegereltern parkt und gerade mal zu Weihnachten besucht, wenn nichts Wichtigeres ansteht.

Rainer Maria Rilke weiß: „König wird man aus Einsamkeit“. Heinrich Vogeler ist dagegen der Darling des Kunstbetriebs der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert, der Erfolg fliegt ihm zu und macht ihn reich – und doch ahnt Vogeler, dass seine Kunst Talmi ist. „Das alles“, schreibt Modick, „flieht vor der Gegenwart und ihren Konflikten, und gerade deshalb hat es Erfolg, liefert Trost- und Schönheitspflästerchen gegenüber einer Zeit, deren Industrielärm, Tempo und Rhythmus im Maschinentakt man nicht mehr folgen kann.“

Das niedersächsische Worpswede zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist in dem Roman „Konzert ohne Dichter“ der Schauplatz von Vogelers und Rilkes Zusammentreffen, der Künstlerort wird zur Bühne ihrer Freundschaft und zum Richtplatz ihrer Auseinandersetzung.

Empfehlenswert

Dieser Roman lässt seine Leser ungeschaute Bilder sehen, unerhörte Musik hören, ja er öffnet seinen Lesern die Augen und Ohren für die Wahrheiten von Kunst und Leben selbst.

Kurzum: Den neuen Roman des Oldenburger Schriftstellers Klaus Modick kann man nur empfehlen.

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