Lemwerder - In der voll besetzten Begu feierte das Jugendtheater „Splash“ mit dem Stück „Zum Glück verrückt“ gleich eine doppelte Premiere. Nachdem die zehnköpfige Gruppe in den Jahren zuvor Stücke mit eigenen, improvisierten Szenen auf die Bühne brachte, gab es erstmalig ein Stück nach Text.

Und darum geht es: Trotz des Todes der Oma, Arbeitsplatzverlusten, Geldknappheit und einem schwierigen Sohn gibt es bei Familie Krause für das Publikum jede Menge zu lachen. Sarah Rietmüller schlüpfte in die Rolle der biederen Mutter Rosie. Als einzige Tochter muss sie bei der Testamentseröffnung eine Überraschung erleben, die ihre Familie auf eine harte Probe stellt: Das Haus, in dem Opa Erich (Sonja Teßmer) wohnt, erbt sie nur zur Hälfte – und mit Omas Erspartem reist der Witwer nach Fuerteventura. Vater Manfred (Christian Schmidtke), der als erfolgloser Möbelverkäufer sein Dasein fristet, verliert letztendlich, genau wie Rosie, den Job. Statt in der Schule feiert Sohn Roger (Janina Dyk) dank des Managements seiner Schwester (Mareike Alfs) hinter dem Rücken der Eltern als peinlicher Hauptdarsteller in Talkshows Erfolge.

Mangels Geld nistet sich Familie Krause schließlich beim sowieso abwesenden Opa Erich ein. Nachbarin Erna (Gesche Graue) wacht aber über Opas Haus. Der sorgt schließlich nicht nur durch seine unverhoffte Rückkehr, sondern auch mit seiner jungen, lispelnden Begleiterin Lissy (Meike Tönjes) für noch mehr Chaos.

Kurzweilig und gut gespielt, dazu in ständig neuen Bühnenoutfits begeisterte das Jugendtheater in dieser für „Splash“ neuen Form der Darbietung. Daniela Wölfel, die gemeinsam mit Lena Thönnes die Gruppe leitet, konnte bei der Premierenparty gleich doppelt feiern. Mit einer Geburtstagstorte und Kerzen wurde die Regisseurin von ihren Ensemblemitgliedern beim Schlussapplaus auf der Bühne überrascht.