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NWZonline.de Nachrichten Kultur

GEBURTSTAG: Ein Pultstar voller Leidenschaft

19.02.2005

HAMBURG In den USA galt er früh als brillanter Vertreter der alten deutschem Dirigiertradition. Bekannt wurde er aber zunächst als Pianist.

Von Barbara Sell HAMBURG - Er zählt zu jenen herausragenden deutschen Dirigenten, die über Amerika in die Spitzenriege der internationalen Pultstars aufstiegen: Christoph Eschenbach, der morgen 65 Jahre alt wird, galt ebenso wie Wolfgang Sawallisch oder Christoph von Dohnanyi bei den Amerikanern früh als brillanter Vertreter der alten deutschen Dirigiertradition. Mit ihm als innovationsfreudigem Chefdirigenten des Houston Symphony Orchestra blühte die öde texanische Öl-Stadt zu einer viel beachteten Musikmetropole auf.

Es dauerte nicht lange, bis auch Amerikas Eliteorchester wie das Cleveland, das Philadelphia oder das Chicago Symphony Orchestra den Deutschen als Gastdirigenten verpflichteten. Gleichwohl verließ Eschenbach 1999 die USA, als man ihm in Hamburg die Chefposition beim NDR-Sinfonieorchester samt der künstlerischen Ägide des Schleswig-Holstein Musik Festivals antrug.

Für Eschenbach war es eine Rückkehr zu den Wurzeln. Denn den gebürtigen Breslauer hatte es nach dem Tod der Eltern im Zweiten Weltkrieg bereits früh zu Verwandten in den Norden Deutschlands verschlagen. In Hamburg erhielt er seine pianistische Ausbildung bei der Klavierpädagogin Eliza Hansen. Das Dirigier-Handwerk lernte Eschenbach bei Wilhelm Brückner-Rüggeberg.

Eschenbach machte sich zuerst einmal einen Namen als Pianist. Er war gerade 26 Jahre alt, als er mit Karajan und den Berlinern Philharmonikern 1966 Beethovens erstes Klavierkonzert für die Deutsche Grammophon einspielte. Seine zweite Karriere als Dirigent startete er 1972 in Ludwigshafen.

Als Dirigent ist Eschenbach ein ausdrucksstarker Musiker mit gleichwohl starken analytischen Gaben: ein Musiker, der es bei aller Klangkontrolle und Präzision liebt, mit den leidenschaftlichsten Gebärden die Spannung anzutreiben und Emotionen hochzujagen.

Seit der Saison 2003/2004 ist Eschenbach – neben seinen Verpflichtungen als Chef des Orchestre de Paris – neuer Musikdirektor des Philadelphia Orchestra. Für die nahe Zukunft stehen zudem Tourneen an. Auch das scheint den 65-Jährigen zu reizen, der von sich sagt: „Ich möchte noch dirigieren, wenn ich 100 bin, weil ich im 99. Lebensjahr vielleicht noch mehr entdecken kann als jetzt.“

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