Ganderkesee - Ein Sonntag zum Knutschen: Strahlender Sonnenschein, gut gelaunte Menschen und gefüllte Geschäfte. Das erste Schredderfest in Ganderkesee mit verkaufsoffenem Sonntag übertraf alle Erwartungen. „Das war einfach hundertprozentig“, zog Timo Vetter, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Gantermarkt, am Abend eine makellose Bilanz.

Bereits vor 13 Uhr trafen die ersten Besucher der Aktion – von Gantermarkt auch „KNUTschen“, nach dem Vorbild eines schwedischen Möbelhauses genannt – auf dem Marktplatz ein. Dort bot die Jugendfeuerwehr Ganderkesee Tannenbaum-Weitwurf in drei Kategorien an. „Eine super Aktion“, fand Holger Jacobs aus Adelheide, der sich mit Sohn Jona (6) gleich mehrfach bei dem Wettbewerb versuchte. „Wir sind extra wegen des Tannenbaum-Weitwurfs gekommen“, sagte Sabrina Düßmann (34) aus Ganderkesee, die mit Ehemann Sören Biewald (33) und den vier Kindern unterwegs war. „Das ist mal etwas anderes.“ Die Technik des Baumwurfs sei nicht einfach, meinten Celine, Hannah und Sophie (alle 11) aus Schierbrok.

Mehr als 100 Teilnehmer zählte Franziska Behrendt von der Jugendfeuerwehr. Manche hätten mehrere Würfe gewagt. Bei den Herren gewann Tim Intemann. Bei den Frauen warf Ilka Feye den Baum am weitesten. Und bei den Kindern setzte sich ein Tilo durch. Doch leider sei die Telefonnummer unleserlich. Der Gewinner möge sich bei Timo Vetter ( t   0173/ 947 65 12) melden.

Ihre abgeschmückten Bäume konnten die Ganderkeseer auf dem Marktplatz beim Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen Volker Kreye abgeben. Selbst eine Baumspitze, wie sie beispielsweise Ines Schlegel mitbrachte, reichte aus, um einen Gutschein zu ergattern. Rabatt­aktionen lockten in die Geschäfte. „Mal sehen, was es gibt“, freute sich Katrin Schröder, als sie ihren Baum gegen einen Gutschein – „KNUTschein“ genannt – tauschte. Fast 300 Bäume landeten bis zum Abend in Kreyes Schredder.

Zufrieden zeigten sich auch die Geschäftsleute. In einigen Läden war zeitweise kein Durchkommen. „Es läuft richtig gut“, war unter anderem Renate Drieling (Jeansscheune) angetan.

Höhepunkt war am Abend eine furiose Feuershow der Bremer Aktionskünstler „Freies Feuer“. Hunderte spendeten Applaus für den Auftritt auf dem Marktplatz. Eine Wiederholung des Festes ist laut Vetter so gut wie sicher.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent