Elisabethfehn/Barßel - Auch in diesem Jahr hatten am Sonntag zum bundesweit organisierten „Tag des offenen Denkmals“ wieder zahlreiche Baudenkmäler ihre Türen geöffnet. Auch in Barßel und Elisabethfehn konnten die Besucher Denkmäler bestaunen.
In Barßel öffnete der Bürger- und Heimatverein Barßel für Interessierte die unter Denkmalschutz stehende Ebkenssche Windmühle aus dem Jahre 1717. Die Besucher erhielten von den „freiwilligen Müllern“ zahlreiche Informationen über die Holländer Galeriemühle. In Elisabethfehn hatten die örtliche Bürgerinitiative „Rettet den Elisabethfehnkanal“ und das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn den Tag unter das Motto „Handwerk, Technik, Industrie – die Denkmäler Elisabethfehns erleben“ gestellt.
„Handwerk, Technik und Industrie haben Elisabethfehn seit jeher geprägt, so dass der Fehnort, eines Denkmalortes würdig, eine Reihe von Denkmälern hat“, sagte Walter Eberlei, Vorsitzender der Bürgerinitiative. Das Programm war vielseitig. Im Moor- und Fehnmuseum gab es öffentliche Führungen. Dabei wurden nicht nur die historischen Torfmaschinen bestaunt, sondern den vielen Gästen wurde auch die Entstehung der Moore und des Ortes Elisabethfehn näher gebracht.
Ein ganz besonderes Ereignis war es, mit der Barkasse „Einigkeit“ den Elisabethfehnkanal auf seiner gesamten Länge rauf und runter zu fahren. Dabei genossen die Teilnehmer insbesondere die Schleusungen. Unter fachkundiger Führung von Hans Bunger gab es zwei Fahrradtouren entlang Deutschlands noch einzigen schiffbaren Fehnkanal.
Die Tour begann am Moor- und Fehnmuseum. Dort gab es einen Einblick in historischen Torfabbaumaschinen und beim Schaubacken wurde dem Bäcker über die Schulter geschaut. Anschließend ging es weiter vorbei an verschiedenen Besichtigungspunkten wie Schleusen und Klappbrücken zum Handwerker- und Brauchtumsmarkt beim Dorfgemeinschaftshaus.
Speziell für den Tag des offenen Denkmals öffnete Ludger Lange die ehemalige Torfkoksfabrik Elisabethfehn aus dem Jahr 1905. Dort schauten sich rund 200 Besucher das denkmalgeschützte Gebäude an und waren fasziniert von den Torfkoks-Verarbeitungs-Anlagen. „Hier war ich mehrere Jahr beschäftigt“, sagte Heinz-Hermann Ibelings aus dem Saterland.
