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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Pädagogische Konzerte Im Staatstheater: Von wegen nur für Kinder

30.09.2016

Oldenburg Es kann passieren, dass sich jemand unvermittelt vom eigenen Erfolg überholt sieht, rechts wie links gleichzeitig. Was tun? Tempo rausnehmen? Geschwindigkeit halten? Oder sogar zulegen?

Thomas Honickel hat sich da klar entschieden. „Da legen wir noch einen drauf!“, sagt der Musikalische Leiter der jugendlichen Sänger namens „Klanghelden“ und Kapellmeister am Oldenburgischen Staatstheater.

Zuwächse bei den musikalischen Sparten verzeichnet das Haus gerade in den Formaten, die innovativ die traditionellen Sinfonie- oder Kammerkonzerte ergänzen. Kinderkonzerte: voll bis ausverkauft. Familienkonzerte: randvoll. Mitsingkonzerte: rammelvoll. Kinder im Orchester: Für längere Zeit ausgebucht. Kinder- und Jugendchöre: platzen aus allen Nähten. Inzwischen haben sich 20 Eltern zu einem weiteren Chor zusammengefunden. Sogar ein Karnevalskonzert erscheint 2017 im Angebot. „Das ist wohl das nördlichste in Deutschland, und das wird ein Renner“, sagt Honickel (58), der die Vielfalt verantwortet.

Was der vor zwei Jahren aus Bonn gekommene Konzertpädagoge nun noch drauflegt, nennt sich „Werkstattkonzerte“. Zwei sind zunächst geplant, am 9. Oktober und am 17. Dezember. „Dann haben wir ausgelotet, ob sich die Form bewährt und wir die Reihe ausweiten”, geht Honickel mit Schwung wie Bedacht ans Werk.

Angesprochen fühlen sollen sich diesmal vorwiegend Erwachsene. „Wir schließen keine Jugendlichen aus”, sagt Honickel und fügt diplomatisch an: „Sagen wir es so, die Vermittlung der Werke ist auf Eltern und Großeltern abgestimmt.“ Dirigent und Staatsorchester werden im Kleinen Haus Spuren großer Werke verfolgen, vom Entstehen der Idee bis zum endgültigen Aufbau von Strukturen hin zum Kern der Musik.

„Wir sezieren Kunstwerke, setzen sie wieder zusammen und stellen sie in den Kontext ihrer Zeit”, meint der Dirigent. Es werden Klangfarben verglichen, auch in Klavierfassungen und späteren Orchestrierungen. Die Form der Fuge ist ein Dauerbrenner über Jahrhunderte. Der Weg von Bachs monumentaler „Kunst der Fuge” zum kunstvoll verfugten Finalsatz der Jupitersinfonie von Mozart könnte sich als Abenteuerpfad erweisen.

Bei aller flotten Reaktion: Das Tempo der Entwicklung in Oldenburg hat Honickel auch ins Grübeln gebracht. „Ich habe in Wuppertal, Duisburg und Bonn in gleicher Funktion gearbeitet”, resümiert er. „Ich habe dort deutlich länger gebraucht, um meine Lesart von Edutainment, wie ich es gern nenne, zu etablieren.“ Seine charmante Vermutung: „Das liegt hier an der intakten Welt mit ihrem angenehmen gesellschaftlichen Klima und den aufgeschlossenen Menschen.”

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