Berlin - Nach einer wahren Begebenheit erzählt dieser Film des Regisseurs Jean-Pierre Améris („Die anonymen Romantiker“) von Marie Heurtin. Das Mädchen, gespielt von Ariana Rivoire, kommt ohne Hörvermögen und ohne Augenlicht zur Welt. In die deutschen Kinos kommt die bewegende Lebensgeschichte am 1. Januar.

Wir schreiben das 19. Jahrhundert. Maries Vater, ein einfacher Handwerker, sorgt dafür, dass das kleine Mädchen in die Obhut eines Klosters gelangt.

Im Institut Larnay, unweit von Poitiers, kümmern sich Nonnen um taube junge Frauen. Die Mutter Oberin hat zwar ihre Zweifel, Schwester Marguerite (Isabelle Carré) aber nimmt sich des „wilden kleinen Tieres“ an. Schwester Marguerite tut alles in ihren Kräften stehende, um der kleinen Marie aus ihrer Dunkelheit herauszuhelfen.

Mit Hilfe der Schwester gelingt es Marie schließlich, über Blindenschrift und Gebärdensprache mit anderen Menschen zu kommunizieren. Immer wieder haben die beiden mit Rückschlägen zu kämpfen, die Liebe aber von Marguerite zu Marie Heurtin ist ungleich größer als alle Hindernisse. Die Entstehung der Sprache ist von Jean-Pierre Améris bewegend und rührend in Szene gesetzt.

Gezeigt wurde das dramatische Werk unter anderem schon beim Filmfestival von Locarno, wo es mit dem Variety Piazza Grand Award ausgezeichnet wurde.