Hude - „Wenn man 25 Jahre im Kindergarten arbeitet, dann kommt es vor, dass man die Kinder von seinen ehemaligen Kindergartenkindern betreut“, lachte Anke Jacobs. Zum Anlass ihres 25-jährigen Jubiläums hatten die Mitarbeiter des Kindergartens und der Kirchengemeinde eine kleine Feier für die Leiterin der „Regenbogeninsel“ organisiert.
In einer Ansprache dankte Pastor Reiner Backenköhler der Erzieherin und lobte ihr Engagement und ihre Arbeit. „Du hast immer gute Ideen und Konzepte entwickelt, so hat der Kindergarten stets eine Zielrichtung gehabt, genau das macht diese Einrichtung aus“, so Backenköhler. Als erster Kindergarten der Gemeinde richtete die „Regenbogeninsel“ 1993 eine Integrationsgruppe für Kinder mit und ohne Behinderung ein, auch hier war Anke Jacobs die Initiatorin. „Im Bereich der Integration ist unsere Kindertagesstätte ganz weit vorne. Sie vermittelt ein christliches Menschenbild. Mit Deiner Art und Deinen Fähigkeiten prägst Du das Bild des Kindergartens ganz deutlich“, erklärte Backenköhler und überreichte Jacobs als Geschenk eine selbst gebastelte Regenbogeninsel, die kleine Aufmerksamkeiten enthielt.
Die Vorsitzende des Kindergartenausschusses der Kirchengemeinde, Mechthild Walk, dankte Jacobs ebenfalls für ihre Arbeit und überreichte ihr einen Blumenstrauß. Von der Gemeinde Hude war Fachbereichsleiter Uwe Schubert gekommen, um Jacobs’ Arbeit mit einem kleinen Geschenk zu würdigen. „Ich selbst arbeite seit 22 Jahren mit dem Kindergarten zusammen, es war der erste Kindergarten in der Gemeinde. Dann wurde die Krippe mitaufgenommen und das Konzept der Inklusion in der Krippe aufgegriffen. Man sieht also, es gibt immer wieder neue Baustellen. Ich denke, dass die Kirche und die Gemeinde im Bereich des Kindergartens sehr gut zusammenarbeiten“, so Schubert. Anke Jacobs bedankte sich für die lobenden Worte, erklärte aber gleichzeitig, dass sie die Arbeit nicht alleine vollbracht habe, sondern mit einem tollen Team, dem sie auf diese Weise ebenfalls ihren Dank aussprach.
1977 hatte Anke Jacobs ihre Ausbildung zur Erzieherin in Nordrhein-Westfalen abgeschlossen. Dort lernte sie auch ihren Mann kennen, der aber in Oldenburg arbeitete. So zog sie mit ihm in den Norden und war zunächst sieben Jahre in einem evangelischen Kindergarten in Wiefelstede tätig. Am 1. Januar 1988 übernahm Jacobs die Leitung des evangelischen Kindergartens in Hude.
Auch ihr inzwischen 21-jähriger Sohn besuchte den Kindergarten Regenbogeninsel. „Es ist schon immer eine besondere Situation, wenn man das eigene Kind im Kindergarten betreut“, erklärte Jacobs. Doch auf eine Sonderbehandlung hoffte der Junge vergeblich. „Einmal sagte er zu einem Zivi, meine Mama ist hier Chef, ich muss das nicht machen!“, erzählte Jacobs lachend.
Sie habe schon immer gewusst, dass sie mit Kindern arbeiten wollte, „zur Wahl standen Kinderkrankenschwester oder Erzieherin“, erzählt Jacobs. „Vielleicht lag es daran, dass ich zwei jüngere Geschwister habe“, so Jacobs weiter.
