Bockhorn - Gerade erst hat Alfred Baumann großes Interesse für seine Stillleben auf einer bedeutenden Ausstellung im Kunst- und Kulturforum in Laubach gefunden. Seine Bilder zeichnen sich durch feine Zeichnung und gekonnte Beachtung der Licht-Schattenverhältnisse aus, sie erinnern an die Küchenstücke alter holländischer Meister. Die Ausstellung in Laubach ist noch bis zum 29. September geöffnet.

Alfred Baumann, 1948 in Berlin geboren, hat nach Studienreisen an die Niederländische Küste, nach Amsterdam, Wien und Venedig zahlreiche Bilderschauen mit seinen Arbeiten ausgestattet, so in Köln, Bonn, Nürnberg, München, Wiesbaden und jüngst in Bad Zwischenahn.

Doch nun gilt das Augenmerk der ganzen Familie Baumann einem für die Gemeinde Bockhorn bedeuteten Projekt. An der Loogenstraße 6c soll ein echtes Kunsthaus entstehen, dafür wird derzeit die Scheune des Bauernhauses von Grund auf umgebaut. Es geht ausdrücklich nicht um Hobbykunst.

Ende Oktober, Anfang November soll das Haus eröffnet werden. Darin wird ein „Lebenslaufraum“ zu sehen sein, in dem das Werk von Alfred Baumann dargestellt werden soll. Stillleben sind seine Hauptwerke, ältere und aktuelle Arbeiten sind zu sehen.

Doch damit nicht genug. May Baumann, die Tochter, ist Fotografin. Sie richtet sich am Loogenweg ein Atelier ein. Zu ihrem Repertoire zählen neben Hochzeitsfotos auch Kunstbilder. Sie hat sich mit Silvia Schlottag verbunden, Maskenbildnerin am Oldenburger Theater, beide werden ihre Sichtweisen auf die Welt präsentieren. Auch Mays Mutter Birgit Baumann zeigt ganz besondere Kunst, selbst gefertigte Marionetten zum Beispiel oder Puppentheater für Kinder. Dazu kommen schöne Dinge, die genäht worden sind. „Wir sind eine künstlerisch sehr veranlagte Familie“, erklärte May Baumann.

Die Baumanns wollen andere Künstler hinzugewinnen, es sollen Lesungen veranstaltet werden, Musik wird Einzug halten. Wer sich dafür interessiert, kann sich unter Telefon 04453/48 58 49 melden.