Schlutter - Nimmt man die Mitgliederzahl eines Vereins als Indikator für die Zufriedenheit der Mitglieder, dann macht der Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege eine ganze Menge richtig: Mit nunmehr 495 Mitgliedern ist der Verein so groß wie noch nie – und das nicht nur auf dem Papier. Vom Seniorenclub bis zur Kindertanzgruppe ist jedes Alter vertreten.

„Alle, die ich hier sehe, sind auch Mitglied“, stellte Vereinschef Enno Vosteen am Sonnabend bei seiner Ansprache zum 40-Jährigen zufrieden fest. Und sollte sich doch ein Nicht-Mitglied unter den Anwesenden versteckt haben – Vosteen hätte wohl ein Beitrittsformular parat gehabt.

Knapp 200 Schlutteraner, Holzkamper und Hoyersweger hatten sich zur Grillparty auf dem Hof Kunst in Schlutter eingefunden – eine alte Tradition, die der Verein hatte wiederbeleben wollen. 35 Salate steuerte die Dorfgemeinschaft bei. Einzig zum Grillen wurden Profis engagiert. Schließlich sollten alle mitfeiern können, was da am 24. Mai 1974 von einer Männerrunde aus der Taufe gehoben wurde.

„Gerold Otte und Heinrich Schwarting hatten die Idee zur Vereinsgründung“, blickte Vosteen in seiner Rede zurück. „Eine gute Idee“, wie nicht nur der heutige Vereinschef befand, sondern auch die übrigen Feiernden mit ihrem Applaus bekräftigten.

Bereits ein Jahr nach der Gründung entstand unter dem damaligen Gründungsvorsitzenden Schwarting der Altenclub. „Der zählte ein Jahr später schon 100 Mitglieder“, so Vosteen. Mit Hausbesuchen sei in den Dörfern für die Gruppe geworben worden. Viele der Vereinsaktivitäten, die damals etabliert wurden, gebe es auch heute noch.

Bekannt ist der Ortsverein heute vor allem durch seine vielen Erfolge bei der Prämierung der schönsten Faschingsgruppen. Rund 140 Teilnehmer zählt die Gruppe alljährlich. Doch auch Aktivitäten wie Osterfeuer oder Sommerfest ziehen neben den Mitgliedern längst auch Besucher von außerhalb an. „Bei uns helfen viele mit, dass im Dorf etwas passiert“, lobte Enno Vosteen. Der Verein sei bestens aufgestellt und genieße in der Gemeinde und in den eigenen Ortschaften einen guten Ruf.

Diesmal mussten die sonst so aktiven Vereinsmitglieder nicht selbst ran – für beste Unterhaltung sorgten bei der Geburtstagsgrillparty einmal andere. Stimmung machte zunächst einer, der ebenfalls zu den Großen des Ganderkeseer Faschings gehört: „De Buur ut Twistern“ alias Bernhard Jürgens. Anschließend animierte die Wüstinger Linedance-Gruppe Heel Jacks zum Tanzen. Auf große Reden habe man bewusst verzichtet, bekannte Vosteen. „Das sparen wir uns für den 50. auf!“

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee