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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Eine Insel mit zwei Bergen...

15.04.2017

Lummerland Auch auf Lummerland ist die Bahn nicht pünktlich: Knapp 10 Minuten hinter dem Fahrplan aber dafür mit viel weißem Qualm und lautem Pfeifen durchbricht die Lokomotive „Emma“ das Papiertor ihres Lokschuppens. Damit startet eine neue Attraktion im Filmpark Potsdam-Babelsberg. Das Filmset von Lummerland für die Verfilmung von Michael Endes Kinderbuchklassiker „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist von Karfreitag an für Besucher freigegeben - direkt neben dem US-Militärcamp, das als Kulisse für den Film „Monuments Men“ diente und der Mauer-Kulisse aus dem Film „Sonnenallee“.

Angesichts der Insel mit zwei Bergen und dem Laden von Frau Waas fühlte sich Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) gleich in seine Kindheit in Ostfriesland versetzt. „Da denke ich an öde Sonntagnachmittage, wenn die Eltern ein Schläfchen machten und wir gebannt vor dem Fernseher saßen und die Augsburger Puppenkiste sahen“, erzählt der 63-Jährige.

Im vergangenen Herbst drehte Regisseur Dennis Gansel die abenteuerliche Geschichte von Jim Knopf, Lukas und ihrer Emma auf dem Filmset in Babelsberg erstmals für das Kino. „Mein Lieblingsplatz war hier an der Theke im Laden von Frau Waas“, sagt der 43-Jährige. „Da habe ich dann immer von den Requisiten genascht, was eigentlich streng verboten ist.“

Denn auf der Theke und in den Regalen des Kramladens stapeln sich all die Waren, die schon im Lummerlandlied der Augsburger Puppenkiste besungen werden: Hustenbonbons, Alleskleber, Regenschirme, Leberkas - und in einer Ecke gibt es selbstverständlich auch Fensterglas.

Das Set mit dem Lokschuppen, dem Bahnhof Lummerland, dem Laden, dem Haus vom Untertan Herr Ärmel, den berühmten zwei Bergen und einer Andeutung des weiten Ozeans ist das Herzstück des Kinofilms, der zu Ostern 2018 in die Kinos kommen soll. In den Hauptrollen sind unter anderem mit Annette Frier, Uwe Ochsenknecht und Oscar-Preisträgerin Shirley MacLaine zu sehen.

„Die Wüstenszene mit dem Scheinriesen Herr Tur Tur und das Land der tausend Vulkane haben wir Anfang des Jahres in Südafrika gedreht“, erzählt Gansel. Das sagenhafte Reich Mandala (China) wurde in den großen Babelsberger Studiohalölen aufgebaut.

Nun sollen die Besucher nach Lummerland strömen: Der Filmpark rechnet bis zum Filmstart mit bis zu einer halben Million Besucher, die anschließend möglichst auch ins Kino gehen sollen. „Wenn der Film ein Erfolg wird, wollen wir in zwei Jahren mit „Jim Knopf und die Wilde 13“ weitermachen“, kündigt Gansel an.

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