Hemmelte - Die Theatergruppe Hemmelte hat sich in diesem Jahr ein Stück ausgesucht, das zu den Klassikern der deutschen Komödie zählt: „Sluderkraam in’t Treppenhus“.
Die berühmte Fernseh-Aufführung von 1966 aus dem Ohnsorg-Theater in Hamburg ist unvergessen. Und das nicht nur wegen der tollen Schauspieler, sondern auch wegen der ungewöhnlichen Kulisse: Denn statt alle Personen der Handlung in einem Wohnzimmer zusammenkommen zu lassen, spielt dieses Stück dort, wo das wirkliche Leben stattfindet: im Treppenhaus eines Mietshauses. Hier treffen alle Hausbewohner aufeinander, hier grüßt man sich freundlich und beobachtet sich gleichzeitig argwöhnisch, hier werden Freundschaften geschlossen und Intrigen gesponnen.
Die Geschichte spielt im Treppenhaus eines Mietshauses. Dort lässt sich Mieterin Meta Boldt (gespielt von Regina Schücke) nichts entgehen. So erfährt sie, dass Nachbarin Hanne Knoop (Michaela Ostendorf) aus der zweiten Etage ihre Kammer untervermietet hat, was laut Mietvertrag verboten ist. In ihrer „Schluderlust“ kann sie gar nicht anders, als dies Hauswirt und Schlachtermeister Bernhard Tramsen (Benedikt Meyer) sowie Nachbar und Steuerinspektor a. D. Ewald Brummer (Peter Kröger) unter die Nase zu reiben.
Brummer stört sich ohnehin an der lauten Musik, die aus der Kammer der jungen Untermieterin Heike Seefeldt (Julia Bührmann), die hier vor Vater Seefeld (Robert Luttikhuis) Zuflucht gefunden hat, dröhnt. Er selbst nimmt aber seinen Neffen Dieter (Dennis Moormann) nach dessen Flucht aus dem Elternhaus in seine Kammer auf. Doch anstatt – wie geplant – Hanne Knoop zurechtzuweisen, lassen sich Tramsen und Brummer von der jungen Untermieterin gehörig den Kopf verdrehen. So nimmt sie ihnen allen Wind aus den Segeln. Heike verguckt sich derweil in den jungen Dieter Brummer.
Meta Boldt muss schließlich nach dem Durcheinander, das sie durch ihre Schluderei verursacht hat, feststellen, dass all ihre Unwahrheiten nach und nach ans Licht kommen.
