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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Krimi „düsterwater“ Auf Nwzonline: Was macht die Leiche im Elisabethfehnkanal?

08.03.2017

Oldenburg /Friesoythe Im Elisabethfehnkanal taucht eines schönen Sommertages eine Leiche auf. Die Tratschtanten des Ortes sind in ihrem Element, Gerüchte machen die Runde: Wer ist der Tote? Gibt es einen Zusammenhang mit dem Verschwinden des Bäckers Andreas Wolken vor fünf Jahren? Welche Rolle spielt der Bestattungsunternehmer Johannes Kuhlmann? Der plattdeutsche Krimi „Düsterwater“ ist spannend, hat viel Lokalkolorit und einen feinen Humor. Die NWZ  veröffentlicht den Krimi aus Anlass des Plattart-Festivals von diesem Mittwoch an bis Ende März als Fortsetzungsroman.

Lesen Sie Teil 1 des Fortsetzungsromans „Düsterwater“

Lesen Sie Teil 2 des Fortsetzungsromans „Düsterwater“

Lesen Sie Teil 3 des Fortsetzungsromans „Düsterwater“

Weitere Episoden: siehe unten

„Düsterwater“ ist ein Projekt des Schrieverkrings im Heimatbund De Spieker, geschrieben haben ihn Hanna Harders, Rita Gnep, Annegret Neunaber und Jutta Engbers. Letztere gab den Anstoß. „Ich bin der Mensch, der komische Ideen hat“, sagt die 47-jährige Rechtsanwältin aus Friesoythe (Kreis Cloppenburg) über sich. Ihre Idee war zum Beispiel das Langloopläsen (Weltrekordversuch im Dauerlesen) beim Plattart-Festival 2013. Diesmal sollte es an Krimi sein.

Jutta Engbers, geboren in Barsinghausen bei Hannover, kam während ihres Jura-Studiums in Osnabrück zum ersten Mal mit Plattdeutsch in Berührung. Während des Referendariats in Oldenburg wurde ihr endgültig klar: Ich muss Plattdeutsch lernen, um die Menschen in der Region verstehen zu können. Sie belegte einen Plattdeutsch-Kurs an der Volkshochschule und absolvierte zu guter Letzt noch ein Niederdeutsch-Magisterstudium in Greifswald. Seit 2003 ist sie Mitglied im Schrieverkring.

Von der Idee bis zur Umsetzung des Krimis vergingen zwei Jahre. Anfangs gehörten 24 Männer und Frauen zum Autorenteam. Manche ließen Fristen verstreichen, andere lieferten Texte ab, die nicht den Vorgaben entsprachen. „Dass am Ende vier Frauen übrig geblieben sind, ist reiner Zufall“, versichern Jutta Engbers und Hanna Harders.

Umfangreiche Recherche für „Düsterwater“

Der Krimi sollte realitätsnah, spannend und unterhaltsam sein und einen regionalen Bezug haben. Von Engbers gab es so etwas wie eine Betriebsanleitung. „Damit die Geschichte nicht aus dem Ruder läuft“, sagt sie. Zu ihren Aufgaben gehörte es auch, die Autoren bei der Stange zu halten und dafür zu sorgen, dass die Geschichte weiterging. Schreibblockaden löste sie auch schon mal mit einer Einladung zu Kaffee und Kuchen am Kanal.

Hanna Harders (67), seit dem Jahr 2000 Mitglied im Schrieverkring, ist in Elisabethfehn aufgewachsen. Ihre Tante war Schleusenwärterin am Kanal. Sie bekam von Engbers den Auftrag, den Anfang der Geschichte zu schreiben.

„Dann lassen wir doch mal eine Leiche im Kanal treiben“, dachte sich Harders und machte sich im Winter 2015 ans Werk. Die 67-Jährige ist Krimifan, am liebsten liest sie die Bücher von Elisabeth George. Beim Lesen rate sie immer mit und kenne meistens die Lösung, bevor Inspektor Lynley den Fall abschließen kann, erzählt sie bei Tee und Kuchen in der gemütlichen Stube in ihrem Haus am Kanal.

Harders legte die Personen und ihre Charaktere fest, um Verwechslungen auszuschließen. Die Namen wählte sie mit Bedacht. „Der Pastor heißt Rödel, weil er gern rödelt, viel redet“, erklärt sie. Und der Bestattungsunternehmer heißt Kuhlmann, weil er die Menschen unter die Erde bringt, einkuhlt auf Platt.

„Was macht man eigentlich, wenn man eine Leiche im Kanal findet?“, fragte sich Harders zu Beginn ihrer Arbeit und versetzte mit der Frage die Polizeistation in Barßel zunächst in helle Aufregung. Harders wurde an das Polizeikommissariat in Cloppenburg verwiesen. Dort hielt man sie für eine besonders wissbegierige Journalistin, aber Harders brachte schließlich alles in Erfahrung, was sie für „Düsterwater“ über die Spuren- und Tatortsicherung und die Ermittlungsarbeit der Polizei wissen musste. Bei einem Wasserbauer machte sie sich über die technischen Details des Elisabethfehnkanals, sein Gefälle, die Umläufe und Schleusen, kundig. „Die Recherche ist wichtig. In Elisabethfehn kennen sich viele gut aus“, unterstreicht Engbers.

Nach sieben Wochen Schreibarbeit reichte Harders den Krimi weiter. In die Finger bekam sie ihn erst wieder, als er fertig war. Zwischenzeitlich waren einige Personen hinzugekommen, hatte der Fall einige überraschende Wendungen genommen. Harders‘ Aufgabe bestand nun darin, den Krimi nach Fehlern zu durchsuchen und auf eine einheitliche plattdeutsche Schreibweise zu achten. „Düsterwater“ ist im Oldenburgischen Plattdeutsch geschrieben.

„Es ist ein Puzzle geworden“, stellt Engbers fest. „Wenn die Leser Spaß an unserem Krimi haben, ist das Lohn genug für uns“, sagt sie.

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Lore Timme-Hänsel Redakteurin / Kulturredaktion
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