Seefeld - Geschichten mit musikalischen Mitteln erzählen, das ist die Stärke von Máire Breatnach. Die Irin überzeugte bei ihrem Konzert in der Seefelder Mühle, wo sie gemeinsam mit dem Deutschen Thomas Loefke auftrat, mit ihrer Geige und ihrem Gesang.
Máire Breatnach spielt und komponiert gleichermaßen und gilt als eine der bekanntesten Geigerinnen Irlands. Sie war schon an zahlreichen Musikprojekten beteiligt und ist eine feste Größe in der irischen Musikszene.
Über 70 Zuhörer wollten am Sonnabend dieses besondere Folk-Duo in Seefeld erleben. Es war ein eher ruhiger Abend mit intensiven und harmonischen Instrumentalstücken und solistischen Gesangseinlagen. Die Lieder in gälischer Sprache wirkten seltsam fremd und rätselhaft, machten aber auch neugierig und beflügelten die Fantasie des Publikums.
In der Mühle verbreitete sich ein klanggewaltiger Zauber, der die Zuhörer fesselte. Auf die Verstärkung der Geige hätte Máire Breatnach jedoch verzichten können. Die Geräusche des Feuerwerks vom benachbarten Osterfeuer in Hobenbrake drangen nur schwach in die Mühle und sorgten beim Duo für keinerlei Irritationen.
Keltische Liebeslieder ließen die Zuhörer in eine mystische Welt abtauchen, die durch die Keltische Harfe von Thomas Loefke eine besondere Klanggebung erfuhr. Auch Jigs und Reels, die für wippende Beine sorgten und eine etwas temperamentvollere Variante der Folk-Stücke darstellten, wurden angestimmt.
