von Gerret von Nordheim
Frage:
Herr Lisson, was ist die Herausforderung heutiger Seniorenarbeit?Lisson:
Die Menschen werden immer älter, die Zeit, die ihnen als Senioren zur Verfügung steht, wird immer länger. Diese Zeit kann und will genutzt werden. Es mangelt jedoch vielen an erreichbaren Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten. Alte Menschen sind nicht mehr so flexibel, können nicht 20 bis 30 Stellen konsultieren. Sie benötigen eine möglichst zentrale Anlaufstelle – das ist die Herausforderung.Frage:
Lässt sich eine solche Stelle in Ganderkesee realisieren?Lisson:
Meine Vision ist ein Ort der Kommunikation, der Information, der Ruhe mitten im Ort. Wenn es für Jugendliche einen Treffpunkt gibt, kann es auch eine Anlaufstelle für Senioren geben – schließlich gibt es von uns mehr (lacht).
Frage:
Was konkret würde an einem solchen Ort angeboten werden?Lisson:
Alles unter einem Dach vereint, was die Gemeinde alten Menschen zu bieten hat: Informationen zu Seniorenarbeit, zum Beispiel von VHS und Sportvereinen, zu Pflegeangeboten, Kontaktmöglichkeiten zu Wohlfahrtsverbänden, vielleicht auch ein Internetcafe. Ein solcher Treffpunkt wäre nicht nur wichtig für die Senioren, sondern auch für das Lebensgefühl der gesamten Gemeinde. Diese Vision möchte ich den Gemeindegremien vermitteln.Uwe Lisson (66) ist neuer Vorsitzender des Ganderkeseer Seniorenbeirats. Er hat die Idee eines zentralen Seniorentreffpunkts.
