Bösel - Rot, Lila, Schwarz, Weiß, Grün – die Paramente, Messgewänder, hinter der Tür in der Sakristei der Böseler St.-Cäcilia-Kirche bieten für jeden Anlass die richtige Farbe. „Eigentlich gibt es auch noch rosa Gewänder“, sagt Kirchenküster Alfred Nordenbrock, etwa für „Gaudete“, den dritten Adventssonntag, doch dafür bieten sich Pfarrer Stefan Jasper-Bruns genügend Alternativen.

Der Küster öffnet in der Serie 24 Türen für die NWZ  die Schranktür zu den Paramenten im vor ziemlich genau einem Jahr umgebauten und renovierten Gotteshaus. Auch der Schrank, in dem die Messgewänder hängen, ist neu. „Vor einem Jahr musste sich der Pfarrer zu dieser Zeit noch in einem Provisorium in der Kirche umkleiden“, erinnert sich Nordenbrock.

Das rote Gewand, informiert der Kirchenküster weiter, hätte immer „etwas mit Blut“ zu tun: Es wird etwa am Karfreitag getragen, zum violetten greift der Pfarrer in der Fastenzeit und in der Adventszeit, Schwarz gilt für Beerdigungen. In den großen Messen zu Weihnachten und zu Ostern ist eines der weißen Paramente Pflicht. Zudem liegen in dem unscheinbaren Schrank Schultertücher (Velum), die etwa beim eucharistischen Segen oder der Fronleichnamsprozession getragen werden. Praktisch an dem Schrank: Sollte ein Gewand einmal nass werden, kann der Haken herausgezogen werden, um es zu trocknen.

Die Kirche wird bereits für Weihnachten hergerichtet. Küster Nordenbrock hat bereits die Krippe aufgebaut, die Tannenbäume – sieben an der Zahl – sind auch schon geordert.