Barßel - Unterschiedlicher hätten die musikalischen Stilrichtungen auf dem Konzert des Shanty-Chores Barßel, der zu den ältesten Chören im norddeutschen Raum zählt, am Wochenende in der Aula im Schulzentrum Barßel, Westmarkstraße 3, nicht sein können. Kirchenmusik, Pop und Kinderlieder trafen auf Shantys und Seemannslieder.
„Diese Gegensätze waren bewusst so gewählt. Wir wollten dem Publikum bei unserem Konzert die verschiedenen Stilrichtungen der heutigen Chormusik in Barßel bieten. Eine solche Mischung gab es noch nie in Barßel“, sagte der zweite Vorsitzende und Moderator des Abends, Werner Reckling. Der Spagat war gelungen. Es war ein musikalischer Brückenschlag, der den Geschmack der Gäste in der gut besetzten Aula traf.
Den Reigen eröffnete der Shanty-Chor Barßel unter der Leitung von Margret Dierksen mit dem Eingangslied „Blaue Jungs“. Der Kinderchor der Barßeler Marienschule erfreute die Besucher unter Leitung von Olaf Dielenschneider unter anderem mit dem Lied von Käpt’n Blaubär „Alles im Lot auf dem Boot“.
Mit dem geistigen Gesang „Dir Herr woll’n wir singen“ und „Lobe den Herrn meine Seele“, setzte das Gesangsteam Barßel unter Leitung von Marco Herzog den Brückenschlag fort. Die 18 Sängerinnen und Sänger überzeugten mit brillanten Stimmen und einem einmaligen Klangkörper.
Die Pop-Gruppe „Pull The Ripcord“ sang mit Unterstützung des Shantychores den selbst getexteten Song „Das Seemannsdorf“. Es war nicht nur eine Uraufführung und ein Höhepunkt des Abends, sondern eine Hommage an Barßel. „Pull The Ripcord“ spielten danach einige Songs aus ihrem Repertoire.
Mit dem von allen Beteiligten angestimmten Lied „Hoch im Norden weht ein rauer Wind“ von Santiano schloss das Konzert ab.
Das Publikum war begeistert und dankte den Akteuren auf der Bühne mit kräftigem Beifall für einen wunderbaren musikalischen Abend.
