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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Ausstellung: Elegante Formen in Schwarz und Weiß

04.10.2014

Oldenburg Auf schmalen Sockeln hat Petra Hemken sechs Skulpturen aus Marmor und eine Arbeit aus Alabaster ausgestellt. Sie sind relativ klein, zwar leicht überschaubar, aber sie offenbaren ihre mehrschichtigen kompositorischen Eigenheiten nur langsam. Petra Hemken hat die Steine in italienischen Steinbrüchen, unter anderem in Carrara, gefunden und dort geformt. In Oldenburg werden sie noch einmal überarbeitet. Dass die Bildhauerin dabei auch zu neuen Lösungen kommen kann, will sie nicht ausschließen.

Petra Hemken hatte nach der Schulzeit einige Semester an der Kunstschule in Bremen studiert, dann aber nach entsprechender Ausbildung mit Jugendlichen kunsttherapeutisch gearbeitet und dabei auch mit Steinen praktiziert. Seit 2000 bearbeitet und formt sie selbst Steine. 2007 besuchte sie erstmals italienische Steinbrüche, was sie faszinierte, so dass sie nun jedes Jahr mehrere Wochen dort arbeitet. Der Aufenthalt hat sie befähigt, ihrer Arbeit am Stein eine Richtung zu geben: Sie ging auf die „Suche nach dem Einfachen“. So lautet auch der Titel ihrer Ausstellung.

Stehen Intuition und die Entwicklung einer Form-Idee am Anfang eines jeden Arbeitsprozesses, so führt die Arbeit dann zu mehrdeutigen Kompositionen, bei denen sich ein Wechselspiel zwischen Volumen und Binnenraum entwickelt. Die Assoziation von leicht geöffneten Blüten, von Kelchen und Blättern liegt nahe, doch die Künstlerin lässt sich auf Reproduktionen von Naturformen nicht ein. Durch die Entwicklung einer zweiten, oft gegenläufigen Form konzentriert sie das künstlerische Geschehen auf die Skulptur, bei der durch die Doppelung der Form der Linienverlauf und die Öffnung von Binnenräumen zu reizvollen Spannungen führen.

Dennoch bleiben alle Kanten und Linien der Skulptur in harmonischer Beziehung. Das Zusammenspiel von glatten Kanten und leichten Bogenschwüngen lässt das Auge nicht ruhen.

Zuweilen setzt die Künstlerin wie in der Alabasterskulptur auch Farbverläufe im Stein als wirkungsvolles Element ein. Das Schwere der schwarzen Form wird durch helle graue Streifen erleichtert. Oder in der Arbeit „experimento“ ruht eine flache ungleichmäßig ovale Form mit einer Binnenöffnung auf einem scheinbar rohen rostbraunen Material, einem Lavastein, der mit seiner Erscheinung und seiner Geschichte zum weißen Marmor kontrastiert. Solch ein Zeitmoment findet sich auch in der Skulptur „billico“, die von einer Acrylscheibe durchteilt wird, ein modernes Element im alten Stein, das durch Einblick und Lichtspiel bereichert wird. Trotz ihrer niedrigen Höhe erscheint diese Arbeit wie das Modell einer mächtigen Architektur. Petra Hemkens Arbeiten belegen, wie Intuition und Formbewusstsein zu überzeugenden Resultaten führen.

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