ELISABETHFEHN - Die erste Norddeutsche Bienenbörse findet in Elisabethfehn statt. Am Sonnabend, 18. April, treffen sich zahlreiche Imker der Region auf dem Bienenlehrpfad bei der alten Koksfabrik.

Betreiber und Veranstalter ist der Imker Johann Hinderks. Schirmherr der Veranstaltung ist der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) des Landkreises Cloppenburg.

Hinderks hat für die Veranstaltung mehrere Regularien festgelegt. Die Imker, die Bienen, Bienenwohnungen und Königinnen verkaufen wollen, müssen ein gültiges Gesundheitszeugnis vorweisen. Zudem muss pro Kasten oder Königin ein Gesundheitszeugnis in Kopie mitgegeben vorgelegt werden.

Ganz viel Wert legt Hinderks darauf, dass die Bienenwohnungen sauber und gereinigt sind. „Wer kein gültiges Gesundheitszeugnis für das Bienenvolk vorlegen kann, darf nicht verkaufen“, so Hinderks.

Mit der Ausrichtung dieser ersten Bienenbörse hofft Johann Hinderks vor allem junge Menschen anzusprechen, um sie für dieses faszinierende, aber auch wichtige Hobby zu begeistern.

Wichtig ist ihm aber auch der geschichtliche Hintergrund der Imkerei.

Honigbienen existieren auf der Erde seit zirka 100 Millionen Jahren. Sie spielen eine wichtige Rolle im gesamten Ökosystem und sind verantwortlich für die Bestäubung einer Vielzahl von Pflanzen.

Schon vor 7000 Jahren begann die gezielte Haltung von Bienen in Zentralanatolien. Auch die Ägypter besaßen bereits vor 4000 Jahren eine hochentwickelte Bienenhaltung.

In Griechenland wurden bereits um 600 vor Christus in Bezug auf Bienen Gesetze erlassen. Aus kirchlichen Kreisen ist bekannt, dass der Papst Urban VIII. drei Bienen als Symbole für Arbeit, Sparsamkeit und Süße in seinem Wappen trug.

Das heutige Bienenrecht hat eine sehr lange Tradition und ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert. „Die Bedeutung der Biene für unsere Gesellschaft soll mit der Bienenbörse wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden“, sagt Hinderks.