ELISABETHFEHN - Der Zahn der Zeit hat auch am Muttschiff „Johanna“ des Orts- und Verschönerungsvereins (OVE) Elisabethfehn genagt. Das Schiff wurde im Jahre 2002 auf dem Gelände des Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn nach Originalplänen nachgebaut und auf Kiel gelegt. Der Vorsitzende des OVE, Walter Neddermann, und Vorstandskollege Heinz-Dieter Elsen griffen jetzt zu Pinsel und Schrubber und legten bei der „alten Dame“ einen Schönheitsputz an.
Der Witterung ausgesetzt
Vor gut zwei Jahren hatte sich die „Johanna“ auf der Werft Siemer in Reekenfeld bereits einer Generalüberholung unterzogen. „Wir haben jetzt ein wenig Verschönerungsarbeiten durchgeführt. Die fallen immer wieder von Zeit zu Zeit an“, sagte Walter Neddermann.
Im September feiert der Küstenkanal das 75-jährige Bestehen. Zuvor kommt noch das Hafenfest in Barßel. Daran möchte der OVE mit der „Johanna“ auch teilnehmen. „Dann muss das Schiff glänzen“, so Neddermann. „Das Muttschiff liegt das ganze Jahr über im Wasser und ist ständig der Witterung ausgesetzt. „Deshalb muss immer wieder Hand angelegt werden“, meinte auch Heinz-Dieter Elsen. Auf seine Initiative hin wurde das Muttschiff vor einigen Jahren gebaut. Es war damals einmalig, dass in einem Museum ein Boot gebaut wurde.
Bauzeit: dreiviertel Jahr
Elsen, ein gelernter Bootsarbeiter, hat das Schiff zusammen mit Personen aus der Behindertenwerkstatt der Sozialen Arbeitsstätten aus Altenoythe in einem dreiviertel Jahr gebaut. Das Muttschiff liegt in der Wieke des Museums neben der schon vorhandenen Tjalk „Jantina“. Damit kann das Moor- und Fehnmuseum zwei der drei typischen Schiffe (Tjalk, Muttschiff, Pogge), die bei der Kultivierung der Hochmoore im Einsatz waren, seinen Besuchern präsentieren.
