ELISABETHFEHN - Das hätte sich Hanna Brunkhorst aus Oldenburg nicht träumen lassen. Eigentlich wollte sie mit ihrer Oldenburger Liegeradfahrergruppe nur eine Pause beim Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn einlegen. Doch dann lernte sie das Treideln nicht nur in der Theorie, sondern gleich auch in der Praxis kennen: Das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn hatte am Sonntag zum Internationalen Museumstag nicht nur das Museum für die Besucher geöffnet, sondern bot den Gästen die Möglichkeit, einmal in der Museumswieke zu „treideln“.
Dazu gab es fachkundige Anweisungen vom Vorsitzenden des Fluss- und Kanalschiffervereins Elisabethehn, Egon Buß, und Berthold Geesen vom Museum. „Das Schiffziehen hat mir richtig Freude bereitet und war gar nicht so anstrengend. Vom Treideln hatte ich noch nie vorher etwas gehört“, sagte die Oldenburgerin. „Ja, ja, die Tjalk ist ja auch nicht mit Torf, sondern nur mit „leichten“ Besuchern beladen“, erwiderte Buß schmunzelnd. Derweil hatte Heiko Stebbe aus Lübeck das Steuer ergriffen.
Ihr Glück beim Treideln versuchte auch Monika Ebert aus Dormagen. Am Museumstag wies Buß darauf hin, dass für Tjalk „Jatina“ eine Interessengemeinschaft gegründet werden soll. Hintergrund der Gründung ist, dass man die Tjalk wieder flott machen möchte. Insbesondere zur 75-Jahr-Feier des Küstenkanals. Wer Interesse hat, kann sich im Museum unter Telefon 04499/2222 melden.
