ELMELOH - ELMELOH - Das Wichernstift und seine Michaelis-Gemeinde haben einen neuen Seelsorger. Gut ein Jahr nach der vertretungsweisen Übernahme dieser Aufgabe durch den Ganderkeseer Pfarrvikar Nico Szameitat (30) und wenige Wochen vor dessen Wechsel in die Kirchengemeinde Heppens bei Wilhelmshaven hat gestern Pastor Matthias Brockes aus Bruchhausen-Vilsen die (halbe) Stelle übernommen.
Brockes war in den vergangenen neun Jahren wegen der Betreuung seiner Kinder beurlaubt; die Arbeit in einem Altenpflegeheim kennt er aus seiner vorherigen Tätigkeit in einer Kirchengemeinde. Mit der Reduzierung der früher vollen Stelle des Seelsorgers im Wichernstift hat die Kirche den Schwerpunkt hier auf den Bereich der Altenpflege gelegt. Brockes will neben der Michaelisgemeinde mit etwa 160 Mitgliedern auch die Mitarbeiter des Wichernstifts in seine Arbeit einbeziehen. „Aber zeitlich wird der Schwerpunkt deutlich im Bereich der Altenpflege liegen“, wie Brockes betonte. Seine Stelle gehört zur oldenburgischen Landeskirche, wird aber nach dem hannoverschen Recht verwaltet. Deshalb hat Superintendent Jürgen Flohr aus dem Kirchenkreis Syke-Hoya als „Hannoveraner“ gestern die Einführung übernommen.
Brockes will nun „erst einmal gucken, was vorhanden ist, die Menschen kennenlernen und ihnen Gelegenheit geben, mich kennenzulernen“. Das sei in jedem Fall „eine reizvolle Aufgabe“, die auch gut in seine Lebensplanung passe.
„Es ist sicherlich so, dass die Bewohner einiges von ihrem neuen Pastor erwarten und auch erwarten können“, fügte Flohr hinzu; er appellierte allerdings auch an die Michaelisgemeinde, ihrem neuen Seelsorger Gelegenheit zu geben, in die neue Aufgabe hineinzuwachsen und ihn „nicht gleich zu überfordern“. Er hoffe und glaube, dass „es gut laufen wird“. Die Bewohner des Wichernstiftes seien bisher gut betreut worden und das solle auch so bleiben.
Das galt dem scheidenden Pfarrvikar Nico Szameitat, der nach den Worten von Heimleiter Friedrich Mohn „ein Jahr lang die Gottesdienst-Versorgung gesichert hat, der sich auf diese nicht einfache Gemeinde mit großen Einsatz eingelassen hat, und der die Bewohner mit seinem jugendlichen Elan begeistert und mitgerissen hat“.
