ELMELOH - Natur und Kultur im Dialog – so ließe sich die Ausstellung überschreiben, die am Sonntag, 7. August, um 11 Uhr im Privatgarten von Eva Bettina Schnabel-Schütte in Elmeloh, Baumstraße 29, eröffnet wird: Im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals will die Bildhauerin, wie berichtet, ihr parkähnliches Grundstück mit lauschigen Sitzplätzen, alten Bäumen, einem See und blühenden Blickfängen der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Eigentlich wäre schon allein der Veranstaltungsort eine Ausstellung wert. Doch Eva Bettina Schnabel-Schütte hat für den 7. August mehr vor, als nur ihren Garten zu zeigen: Gleich mehrere Künstlerkollegen werden ihre Arbeiten inmitten des Grüns sowie im Atelier präsentieren. Zwei von ihnen sind Henning Greve und dessen Partnerin Elsa Töbermann aus Syke. Die Schmiede haben lange Zeit mit Eisen gearbeitet, bis sie 1998 den Edelstahl für sich entdeckten. Nach Elmeloh werden die beiden Windobjekte, schwebende Objekte sowie Wasserspiele mitbringen.

Das Ziel ihres gemeinsamen Schaffens sei es, dem „eigentlich langweiligen Material Edelstahl“ eine natürliche Lebendigkeit zu verleihen, erklärt Greve, der 18 Jahre lang einen Lehrauftrag an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig innehatte. Durchs Schmieden erhalte der Edelstahl eine neue Farbigkeit. Und noch einen Vorteil bietet das Material: „Edelstahl lässt sich sehr fili­gran arbeiten“, erklärt Greve.

Ein filigranes Windobjekt der beiden Schmiede ist auch die Verknüpfung nach Elmeloh: „Ich habe mich vor zehn Jahren in ein Objekt der beiden verliebt“, sagt Eva Bettina Schnabel-Schütte. Seither schmücke es ihren Garten – und halte selbst den stärksten Stürmen stand. Auch Eva Bettina Schnabel-Schütte selbst hatte lange Zeit mit Metall gearbeitet, bis sie eines Tages Stein in die Hände bekam. „Ich wusste sofort, dass das mein Material ist,“ sagt die Bildhauerin. Die Sandsteinblöcke, die die Basis ihrer Arbeiten bilden, stammen aus einem Steinbruch in der Nähe von Münster.

Einen Platz in der Ausstellung erhält auch die Malerei. Die Ganderkeseer Künstlerin Bärbel Woitas zeigt in Eva Bettina Schnabel-Schüttes Atelier, das unmittelbar vom Garten aus zugänglich ist, großformatige Bilder in Acryl und in einer Acryl-Öl-Mischtechnik. Zudem stellt der Rethorner Oswald Ackermann handgemachte Feuerkörbe aus.

Eva Bettina Schnabel-Schütte weist darauf hin, dass die Veranstaltung bei jedem Wetter stattfinden wird. Kleine Zelte sollen entweder den Regen abwehren oder als Sonnenschutz dienen. Einen eigenen Pavillon wird das „Ensemble Circa Fünf“ erhalten: Das mit drei Streichern und einem Bandoneon besetzte Quartett aus Berlin verbindet Barock mit Tango argentino und Musik der Gegenwart.

Dafür, dass die Veranstaltung ein Genuss für alle Sinne wird, sorgt die Hausherrin selbst mit einem Vorspeisenbüfett. Zudem gebe es Kaffee und Kuchen sowie einen Weinstand, kündigt Eva Bettina Schnabel-Schütte an.

Eintrittskarten sind für 7,50 Euro vor Ort sowie im Vorverkauf bei der regioVHS, Telefon  04222/4 44 44 erhältlich.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee