ELSFLETH - Bianca Trautvetter ärgert sich. Hinter ihrem Grundstück in der Reeder-Ramien-Straße in Lienen, das sie im Jahre 2000 von der Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch erworben hat, werden Bäume gefällt – und das passt ihr gar nicht. „Die Birken, Buchen und Kastanien sind schön dicht gewachsen. Ich liebe diesen Blick, gerade jetzt, wo der Wind die Bäume so schön wiegt.“

Doch mit diesem schönen Blick dürfte es bald vorbei sein. „Die Wohnungsbaugesellschaft lässt seit Freitag die Bäume regelrecht abholzen – und das finde ich nicht nur aus ästhetischen Gründen blöd. Das kleine Wäldchen wird von vielen Kinder aus der gesamten Nachbarschaft als eine Art Abenteuerspielplatz genutzt. Hier können sie super klettern. Einfach schade, wenn alles kurz und klein geschlagen wird“, sagt Trautvetter.

Dirk Brüers, Technischer Leiter der Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch sieht die Sache anders. „Es handelt sich um wild gewachsene Bäume, die inzwischen so hoch sind, dass die dort zu bauenden Häuser verschattet werden würden.“ Und das sei nicht gewollt, so Brüers. Er betont, dass man den neuen Bauherren von Lienen nach der Energieeinsparverordnung ermöglichen wolle, dass auf dem Dach moderne Solaranlagen effektiv betrieben werden können.

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