ELSFLETH - Ihre Uniformen sind in die Jahre gekommen. Wenn sie einen Auftritt haben, dann tragen einige einfach eine schwarze Jeans, andere eine Stoffhose. Einige haben sich ihr Jackett selbst schneidern lassen. Unser Erscheinungsbild ist verheerend, sagt Axel Dwehus vom Jugendspielmanns- und Fanfarenzug Elsfleth.
Der Verein steckt in finanziellen Nöten. Bereits im vergangenen Jahr sagten die Musiker zusammen mit den beiden anderen Elsflether Musikvereinen, dem Musik- und Majorettencorps und den Seeräubern, aus Protest ihre Teilnahme am Umzug beim Krammarkt ab. Sie hatten eine höhere Aufwandsentschädigung gefordert die Politik lehnte ab. Das fanden wir nicht in Ordnung, so Dwehus, der jetzt mit seinen Vereinskolleginnen Sandra Tuchel und Ann-Cathrin Schmidtke auf die drastische Situation des Vereins hinweist.
Es fehlt einfach an allem. Um unser Ferienlager stattfinden lassen zu können, sind wir auf die Hilfe von Spendern angewiesen. Vergangenen Mittwoch schrieben die Musiker einen Brief an Bürgermeisterin Traute von der Kammer. Am Montag kam der Rückruf. Die Stadt zahlt einen Zuschuss von 200 Euro. Das ist schon eine tolle Sache. Darüber freuen wir uns sehr, so Dwehus, der auch Trommelausbilder ist. Somit ist das Ferienlager in Conneforde für 30 Teilnehmer gerettet.
Die drei erwachsenen Mitglieder machen auf die Situation aufmerksam, weil sie hoffen, dass sich in Elsfleth private oder gewerbliche Spender bereit erklären, den Verein zu unterstützen. Wir vertreten Elsfleth über die Grenzen Niedersachsens hinaus, so Dwehus. Die Fahrten zu Auftritten nach Braunschweig oder Mönchengladbach bezahlen die Mitglieder aus eigener Tasche. So wie die jährliche Miete für die Stadthalle, die sie aber in den Ferien nicht nutzen dürfen, wie sie sagen.
Wer den Verein unterstützen möchte will, wird gebeten, sich unter Telefon 04401/8295412 zu melden.
