Elsfleth - Auch in Elsfleth bringt der Frühling Farbe ins Leben. Dass die Stadt an Hunte und Weser jetzt aber noch ein bisschen bunter geworden ist, zeigt sich im Garten des Schiffahrtsmuseums/Haus Elsfleth an der Weserstraße. Zahlreiche Gäste hatten sich am sonnigen Samstagmorgen zum Start des Interkulturellen Sommers eingefunden. Der begann mit der Einweihung des Stelenparks. Zwanzig Männer und Frauen im Alter von 18 bis 81 Jahren – Flüchtlinge und Einheimische – hatten unter der Leitung von Flora Deyle-Fersch zu Farbe und Pinsel gegriffen und Holzstelen nach ihren eigenen Vorstellungen bunt gestaltet.
Die Oberschule an der Wurptraße stellte dafür den Werkraum zur Verfügung. Die Malaktion und der Stelensommer sind ein Teil der Elsflether Integrationsarbeit des DRK in Kooperation mit der Stadt Elsfleth. Die Schirmherrschaft hat der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, übernommen.
Ein prägnanter Satz, den der Kreisvorsitzende des DRK Wesermarsch, Karl-Heinz Röben, in sein Grußwort eingeflochten hatte, umriss den Stellenwert des Zusammenlebens zwischen Elsflether Bürgern und Neubürgern mit Migrationshintergrund. „Was Integration angeht, ist Elsfleth eine Leuchtturmkommune in der Wesermarsch“, betonte Röben, „hier wird den Menschen viel mehr als nur eine Unterkunft gegeben“. Allen Beteiligten sprach Röben seinen herzlichen Dank aus.
Minister Björn Thümler hob hervor: „Der Stelenpark im Museumsgarten ist ein großartiger Kulturort in Elsfleth, der Menschen verschiedener Herkunft zusammenbringt. Dies ist gelebte Integration, die in unserem Land ganz wichtig ist. Kunst und Kultur sind keine freiwilligen Leistungen, sondern eine Pflichtaufgabe unseres Staates“.
Über den „bunten Saisonauftakt“ zum Stelensommer freute sich auch als Gastgeberin der Ausstellung die Leiterin des Schiffahrtsmuseums, Dr. Christine Keitsch. „Die Stadt Elsfleth hat mit dem Deutschen Roten Kreuz einen tollen Partner gefunden, durch den die Integration in Elsfleth lebt“, lobte Bürgermeisterin Brigitte Fuchs die gemeinschaftlichen Projekte. Fuchs: „Seit 2015 gibt es das Interkulturelle Frühstück, 2016 folgte eine Bilderausstellung, in denen traumatische Fluchterlebnisse verarbeitet wurden und gemeinsam mit Vereinen haben die Stadt Elsfleth und das DRK mehrfach interkulturelle Sommerfeste ausgerichtet.
