ELSFLETH - Prinz Charles (62), ist heute um 12 Uhr bei der Trauung seines Sohnes. Wäre dieses Ereignis an einem anderen Termin, hätte der britische Thronfolger durchaus auf dem Weg nach Elsfleth sein können.
Kein Witz: Prinz Charles, Sohn von Queen Elizabeth II., sollte tatsächlich an diesem Sonntag bei der Feier anlässlich des 100. Geburtstages des berühmten Segelschiffes „Eye of the Wind“ dabei sein. Am Montag kam die Absage.
In einer Pergament-Karte mit royalem Siegel sagte er die Einladung „aus familiären Gründen ab“. Die Elsflether werden dafür Verständnis haben. Und sie werden reich entschädigt.
Morgen Abend läuft um 18 Uhr das bekannte Film-Schiff mit den großen braunen Segeln an der Nordkaje ein. Mit einem umfangreichen Programm präsentiert sich das Schiff anlässlich seines Jubiläums am Sonnabend und Sonntag den Gästen aus der ganzen Region (siehe Kasten).
Dass die Feier in Elsfleth stattfindet ist kein Zufall. Der 1911 gebaute Segelschoner kehrt zu seinem „Geburtsort“ zurück. In der offiziellen Chronik des Schiffes wird Oberhammelwarden als Ort des Stapellaufs genannt.
Der Toppsegelschoner wurde auf der Lühring Werft in Hammelwarden gebaut und erlebte während der vergangenen hundert Jahren eine wechselvolle Geschichte, wie Franz Schmidt, Pressesprecher der Forum Media Group, am Donnerstagnachmittag im Gespräch mit derNWZ
erklärte. Die Verlagsgruppe aus Augsburg ist seit 2009 Besitzer des Schiffes.Seinen berühmtesten Auftritt hatte das Schiff in Hollywood – ausgerechnet als Segelschulschiff. In dem Film „White Squall – reißende Strömung“ trainiert Schauspieler Jeff Bridges („The Big Lebowski“) als Kapitän junge Männer. Die „Lissi“ lässt grüßen. . .
