ELSFLETH - Wer noch nicht wusste, was zu feiern war, der musste am Sonntagmorgen im Eckflether Kroog nur auf den Boden schauen: „50 Johr“ aus Kieselsteinen gelegt und mit den Namen der Vereinsmitglieder und Menschen, die ihnen nahe stehen, beschriftet, wiesen auf die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Bürgervereins Moorriem hin.
Den „runden Geburtstag“ feierten die Vereinsmitglieder und ihre zahlreichen Gäste zunächst mit einem festlichen Gottesdienst. Für die Andacht „an einem außergewöhnlichen Ort“ dankte Vereinsvorsitzender Wilfried Vahrenkamp dem Moorriemer Pastor Hans-Werner Boltjes und Organist Christian Krause. Vahrenkamp fasste seine Begrüßungsansprache kurz – und das aus einem bestimmten Grund: „Als unser Verein gegründet wurde, war ich noch ein kleiner Steppke.“
Ein „Mann der ersten Stunde“, Vereinsmitglied Gerold Maas, wusste, wie es anfing und was in den vergangenen 50 Jahren im Dorf bewegt wurde. Ein besonderer Gruß ging an die ehemaligen Vorsitzenden, die viel für das Vereinsleben bewirkt hatten: Heinz Metasch und Hans-Georg von Pape konnten aus Krankheitsgründen nicht teilnehmen.
Wer Geburtstag feiert, der bekommt auch Geschenke: Die Geldspenden würden der Moorriemer Jugendarbeit zugute kommen, versprach Wilfried Vahrenkamp.
In die Reihe der Gratulanten reihte sich Horst Kortlang (FDP) ein. Er ermunterte die Moorriemer Mitbürger, sich noch stärker für den Erhalt von Mode W in Bardenfleth einzusetzen.
Wer zum Geburtstag lädt, der muss seinen Gästen auch auftischen: Zur Mittagszeit servierte der Verein Mexikanische Bohnensuppe aus der Gulaschkanone. Ein Gast flüsterte: „Immer noch besser mexikanisch als argentinisch“.
Auch der gemischte Chor Bardenfleth/Altenhuntorf hatte die Hymne „Dont cry for me, Argentina“ nicht ins Repertoire genommen, die Sängerinnen und Sänger hielten sich lieber gut aufgelegt an den „Wunderschönen Norden“ – und sie waren sich sicher, dass „ok in hunnert Johren noch de geelen Blomen blühn.“
Einer, der seinen frechen Schnabel nicht halten konnte, brachte die Gäste zur Nachmittagszeit zum Lachen. Der gefiederte „Rocky Fürst von Raffzahn“, Vater ein adeliger Adler und Mutter eine Fasanenhenne, brachte seinen Freund, den Bauchredner Thommy, mit kecken Sprüchen, Kalauern und Witzchen rund um die Gürtellinie in manche Verlegenheit.
Nach der Kaffeetafel genossen die Gäste die Songs der „Drei Tenöre“.
