ELSFLETH - ELSFLETH - „Oh, happy day“ - dieser vorletzte Song war Programm für alle, die sich entschieden hatten, das Gospelkonzert im evangelischen Kindergarten zu besuchen. Mit der hinreißenden Solistin Almut Renken wurden es fröhliche Stunden an einem fröhlichen Tag, wenngleich es auch schon Abend war. Wer sich an die Auftritte der jugendlichen Sängerin bei den Verleihungen der Sportabzeichen in der Stadthalle erinnerte, wer noch ihren Song „Go down, Moses“ beim Kindergarten-Musical im Mai erinnerte, dem war klar – es werden zwei Stunden der Extraklasse. Und sie wurden es nicht zuletzt durch die adäquate Begleitung der Band mit Werner Schwarz (Keybord), Conni Desenz (Trompete), Axel Dräger (Bass), Ralf Hensel (Alt-Saxophon) und Rüdiger Schulz (Bariton-Saxophon).

Mit einer unglaublichen stimmlichen Präsenz gab Almut Renken ihrem Repertoire eine Expressivität, die ihresgleichen sucht. Gospels, die Lieder des Evangeliums, die sich in den schwarzen Ghettos der amerikanischen Großstädte aus den traditionellen Spirituals herausbildeten, umfassen alle emotionellen Nuancen, von melancholisch-getragen bis hin zur fröhlich- hoffungsvollen Stimmung, die zum Mitsingen und Mitklatschen animiert. Genau diesen Nerv traf die Musikstudentin mit Stücken wie „Amazing Grace“, „Down by the riverside“, mit Gershwins „Summertime“, „Georgia on my mind“ oder „Nobody knows the trouble I’ve seen“. Ein verschärftes Tempo bei den Gospels „Joshua hit the battle of Jericho“, bei „He’s got the whole world in his hand“. Das brachte das Publikum ultimativ auf Trab. Mitklatschen, mitsingen, mit den Füßen wippen, den Fingern schnippen – jeder fand seinen eigenen Weg, den Emotionen freien Lauf zu lassen. Die Begeisterung der Zuhörer schlug sich schließlich im hoch verdienten

Schlussapplaus nieder: Bravo-Rufe, donnernder Beifall und stehende Ovationen – von der Solistin mit einem Lächeln entgegen genommen und mit zwei Zugaben belohnt.

Nicht zu vergessen, dass auch die Mitarbeiterinnen im festlich dekorierten Foyer des Kindergartens zum Erfolg des stimmungsvollen Abends beitrugen: zwischen Suppenbüfett und Weinstand war in der Pause und nach dem Konzert Zeit für einen Klönschnack in ganz entspannter Atmosphäre.