ELSFLETH - Die Hamburger Cover-Band „Abba Fever“ reißt das Publikum mit. Zuvor hatten DJ Bernd Bohlen und sein Team den Fans eingeheizt.

von Evelyn Eischeid

ELSFLETH - Es waren einmal vier junge Schweden – Annafrid und Agneta, Björn und Benny –, die machten sich vor vielen Jahren auf, um mit ihren Songs und spektakulären Shows die Welt ins Fieber zu versetzen. In den 70-er und 80-er Jahren erwies sich das Abba-Virus als nicht therapierbar und höchst ansteckend. Auch wenn es um den schwedischen Exportschlager längst ruhig geworden ist, das Kultband-Virus schwelt latent weiter und leistet sich von Zeit zu Zeit einen rasanten Ausbruch.

So auch am Sonnabend in der Elsflether Stadthalle: DJ Bernd Bohlen und sein Team haben die Abba-Fans längst mit Hits und Oldies aufgeheizt, es wird abgerockt, eine aufgekratzte Mädchengruppe feiert mit der künftigen Braut einen stimmungsvollen Junggesellenabschied. Dann schlägt die Stunde der glitzernden Rüschenklamotten, hautengen Overalls, mit schwindelnd hohen Plateausohlen, brachialen Schulterpolstern und natürlich der Hits, die Geschichte geschrieben haben.

Zum dritten Mal reißt die Hamburger Cover-Band „Abba Fever“ in der Stadthalle ihr Publikum mit, natürlich ist „Elsfleth gut drauf“ und natürlich sind die Elsflether textsicher, wenn sie im Chor mitsingen: „Take a chance on me“, „Knowing you, knowing me“ und bei der ewig jungen „Chiquitita“ mit den Feuerzeugen wedeln. Das gilt sogar für die Generation, die zu Hause kopfschüttelnd die Hip-Hop-Scheibe lauter dreht, wenn Mama in der Küche „Super Trouper“ trällert – Abba-Songs sind alterslos und begeistern generationsübergreifend. Wie beim Original stehen die beiden Mädels – blond und brünett – in vorderster Front, aber sollte man nicht auch mal die Männer ins Rampenlicht schicken, so wie einst den Benny? Der Henning, der möchte sich gerne mal nach vorne drängeln, der spielt nämlich einen tollen Bass, aber singen kann er nicht. Also nimmt man den Georgie als Frontman und der verspricht: „I can dance with you, honey“. Das gefällt besonders den „Dancing Queens“ an der Bühnenfront, das

animiert zum Mitsingen der zahllosen Nummer-Eins-Hits und die Fieberkurve fällt erst zu später Stunde: „Thank you for the Music!“