ELSFLETH - Dass Anni-Frid und Agnetha, Björn und Benny sich seit Jahren standhaft weigern, noch einmal als Quartett die Bühnen der Welt zu erobern, ist hinlänglich bekannt. Und das ist auch leicht zu verschmerzen, wenn es Coverbands gibt, die die Erinnerung an das fantastische Quartett aus Schweden lebendig halten und dafür sorgen dass das „Abba-Fieber“ immer noch höchst virulent die treuen Fans befällt, die gar nicht geheilt werden wollen.
Bereits zum vierten Mal
Nachdem in Elsfleth vor fünf Jahren zum letzten Mal das Abba-Fieber in der Elsflether Stadthalle grassierte, sind die Temperaturen zwischenzeitlich etwas herunter gegangen, was aber nichts heißen will. Ein erneuter Ausbruch des Kultband-Virus war am vergangenen Sonnabend zu erwarten: Zum vierten Mal heizten die Sängerinnen und Musiker der „Abba Fever Tribute Show“ einigen hundert Stadthallenbesuchern – quer durch alle Generationen – so temperamentvoll ein, dass bei den Teenies die Zahnspangen vibrierten und bei den Senioren die „Dritten“ klapperten.
Alles stimmt
Wer „Abba“ covert, der darf sich nicht einfach auf eine Bühne stellen und die Welthits herunter trällern. Wo „Abba“ drauf steht, muss auch „Abba“ drin sein. Das heißt: glitzernde Rüschenklamotten, weiße Plateaustiefel, hautenge Overalls, brachiale Schulterpolster und Gürtel im XXL-Format – und am besten noch eine Blonde und eine Brünette als Agnetha und als Anni-Frid. So gesehen stimmte am späten Sonnabend in der Elsflether Stadthalles alles – und nicht nur das. Ganz nah am Original hatte die Band den Abba-Sound der 70er- und 80er-Hits perfekt drauf, und natürlich ließen die Musiker den Frontmädels „Anni- Frid“ und „Agnetha“ großzügig die Bühnenpräsenz. Das gefiel auch den Frontmädels im Publikum, ganz nah an der Bühne konnten sie textsicher jeden Hit im Chor mitsingen und wenn ein Mann in der Nähe war, hieß es „Take a chance on me“ und „I can dance with you, honey“. Dann schnappten die „Dancing Queens“ zu und rockten ab. „Mamma Mia“, was für eine tolle Stimmung.
Bestens vorbereitet
Den Boden für die erneute Abba-Epidemie hatten vor dem Auftritt der Cover-Band DJ Bernd Bohlen und seine Jet-Stream Discotheque mit Ohrwürmern und nicht tot zu kriegenden Oldies bestens vorbereitet. Und erst zu ganz später Stunde hieß es – wie es sich beim Tribut an Abba in einer Oldie-Night gehört: „Thank you for the music“ .
