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ROLLENTAUSCH Die Töne haben noch keine Kraft

HANS-CARL BOKELMANN

ELSFLETH - 9.57 Uhr im Heyesaal: Die international bekannte Musical-Dartstellerin Anne Welte (43) und der Bassist Thomas Koch (39) treffen die letzten Vorbereitungen für das Musical-Casting. Zwei Laptops stehen auf den Tischen, die Boxen sind angeschlossen. Die beiden Musikprofis bilden gemeinsam mit mir – die Agentur hatte die NWZ dazu eingeladen – die Jury für das Elsflether Casting und geben mir nach der freundlichen Begrüßung gleich zu verstehen, dass ich an diesem Vormittag bestimmt nicht die Rolle eines Dieter Bohlen übernehmen werde.

Kein Dieter Bohlen

„Wir fragen Sie gerne nach ihrer Meinung, aber die Entscheidungen treffen wir“, sagt Welte, als ich neben ihr Platz nehme. Dass ich musikalisch nur gering vorgebildet bin, sei überhaupt kein Problem, ich solle einfach auf meinen gesunden Menschenverstand setzen.

Und dann ist es auch schon so weit. Britta Würde- mann aus Berne, sie hat es wie Annika Bode bis ins Elsflether Finale geschafft, stellt sich kurz der Jury vor. „Ich bin 43 Jahre alt, Bankkauffrau und habe im Chor und bei Karaoke meine Gesangserfahrungen gemacht.“

„O.k“, sagt Musiker Koch, als Britta zwei Meter vor der Jury ihren Stehplatz gefunden hat, und startet wenig später das „Fame“-Playback. Direkt vor mir beginnt Britta mit ihrem Vortrag und ich spüre sofort, dass ich in diesem Moment nicht mit ihr tauschen möchte. Zum einen kann ich gar nicht besonders gut singen und zum anderen stelle ich es mir richtig schwierig vor, vor Unbekannten einen Song vorzutragen.

Britta macht ihre Sache gar nicht schlecht, finde ich. Doch meine Jury-Kollegin Anne Welte ist vom Fach und wohl ein bisschen anspruchsvoller. „Atmet oben, sehr gepresst“, schreibt Welte in ihr Laptop.

Nach dem zweiten Vortrag von Britta, sie wählt „Age of Aquarius“ aus, ist auch schon Annika Bode an der Reihe. Die 14-Jährige aus Berne besucht das Gymnasium Lemwerder und hat in der Songgruppe des Chores musikalische Erfahrungen gesammelt.

In Songgruppe aktiv

Die Musik läuft, Annika nimmt den Rhythmus auf und findet den Einsatz. Schade, dass sie nicht so richtig aus sich rauskommt, sie wirkt ein wenig unsicher, denke ich und schiele dann zu meiner Nachbarin rüber. „Atmet oben, sehr gepresst, süßer Auftritt, leider sehr unsicher, atmet nicht aus dem Bauch“, schreibt Anne Welte. Na, bitte, ich bin ja doch ein bisschen vom Fach. Als 2. Song wählt Annika einen Duffy-Song, der bei der Jury ganz gut ankommt.

Doch nach den Darbietungen sind sich Welte und Koch einig, dass es für die beiden in Sachen Starauftritt in einer Musical-Show noch zu früh ist: „Es fehlt da noch einiges. Die Töne haben keine Kraft. Die Musik muss aus dem Bauch kommen.“ Und als die beiden Finalisten dann zur Jury gerufen werden, heißt es: „Bitte nicht traurig sein, wir haben uns für keine entschieden.“ Annika und Britta sind schon ein bisschen enttäuscht, aber vielleicht gibt’s bald ’ne neue Chance.

Mehr Infos: www.aktivevent.de

Musical-Fieber gastiert am 28. Februar in Elsfleth

Fame

– „Der Weg zum Ruhm“ ist ein amerikanischer Spielfilm über Jugendliche an einer New Yorker Schule für darstellende Künste aus dem Jahre 1980.

Das gleichnamige

, auf dem Kinofilm basierende Musical feierte seine Premiere im Coconut Grove Playhouse in Miami. Allein in Großbritannien besuchten es 3,5 Millionen Menschen. In Deutschland war es die Initialzündung für die Musicalwelle.

Für den Titelsong Fame

castet die Aktiv-Event-Agentur aus Bad Köstritz bundesweit Talente, die das Stück bei einem der Auftritte des Programms „Musical Fieber“ präsentieren. In Elsfleth gibt „Musical Fieber“ am Sonnabend, 28. Februar, ein Gastspiel.

Der Musiker

Thomas Koch (Bassist/39) und die Sängerin Anne Welte (43) sind die Entscheidungsträger der Elsflether Jury. Für sie ging es von Elsfleth direkt nach Papenburg (Emsland)

.

Anne Welte

ist eine der renommiertesten Musicaldarstellerinnen im Land.

Mehr Infos unter

www.anne-welte.de

NWZ TVzeigt einen Beitrag zum Elsflether Musical-Casting unter

www.NWZonline.de/nwztv

In dieser Serie tauschen

NWZ -Redakteure für eine begrenzte Zeit die Seiten und werden zu Akteuren.

9.57 Uhr im Heyesaal: Die international bekannte Musical-Dartstellerin Anne Welte (43) und der Bassist Thomas Koch (39) treffen die letzten Vorbereitungen für das Musical-Casting. Zwei Laptops stehen auf den Tischen, die Boxen sind angeschlossen. Die beiden Musikprofis bilden gemeinsam mit mir – die Agentur hatte die NWZ dazu eingeladen – die Jury für das Elsflether Casting und geben mir nach der freundlichen Begrüßung gleich zu verstehen, dass ich an diesem Vormittag bestimmt nicht die Rolle eines Dieter Bohlen übernehmen werde.

Kein Dieter Bohlen

„Wir fragen Sie gerne nach ihrer Meinung, aber die Entscheidungen treffen wir“, sagt Welte, als ich neben ihr Platz nehme. Dass ich musikalisch nur gering vorgebildet bin, sei überhaupt kein Problem, ich solle einfach auf meinen gesunden Menschenverstand setzen.

Und dann ist es auch schon so weit. Britta Würde- mann aus Berne, sie hat es wie Annika Bode bis ins Elsflether Finale geschafft, stellt sich kurz der Jury vor. „Ich bin 43 Jahre alt, Bankkauffrau und habe im Chor und bei Karaoke meine Gesangserfahrungen gemacht.“

„O.k“, sagt Musiker Koch, als Britta zwei Meter vor der Jury ihren Stehplatz gefunden hat, und startet wenig später das „Fame“-Playback. Direkt vor mir beginnt Britta mit ihrem Vortrag und ich spüre sofort, dass ich in diesem Moment nicht mit ihr tauschen möchte. Zum einen kann ich gar nicht besonders gut singen und zum anderen stelle ich es mir richtig schwierig vor, vor Unbekannten einen Song vorzutragen.

Britta macht ihre Sache gar nicht schlecht, finde ich. Doch meine Jury-Kollegin Anne Welte ist vom Fach und wohl ein bisschen anspruchsvoller. „Atmet oben, sehr gepresst“, schreibt Welte in ihr Laptop.

Nach dem zweiten Vortrag von Britta, sie wählt „Age of Aquarius“ aus, ist auch schon Annika Bode an der Reihe. Die 14-Jährige aus Berne besucht das Gymnasium Lemwerder und hat in der Songgruppe des Chores musikalische Erfahrungen gesammelt.

In Songgruppe aktiv

Die Musik läuft, Annika nimmt den Rhythmus auf und findet den Einsatz. Schade, dass sie nicht so richtig aus sich rauskommt, sie wirkt ein wenig unsicher, denke ich und schiele dann zu meiner Nachbarin rüber. „Atmet oben, sehr gepresst, süßer Auftritt, leider sehr unsicher, atmet nicht aus dem Bauch“, schreibt Anne Welte. Na, bitte, ich bin ja doch ein bisschen vom Fach. Als 2. Song wählt Annika einen Duffy-Song, der bei der Jury ganz gut ankommt.

Doch nach den Darbietungen sind sich Welte und Koch einig, dass es für die beiden in Sachen Starauftritt in einer Musical-Show noch zu früh ist: „Es fehlt da noch einiges. Die Töne haben keine Kraft. Die Musik muss aus dem Bauch kommen.“ Und als die beiden Finalisten dann zur Jury gerufen werden, heißt es: „Bitte nicht traurig sein, wir haben uns für keine entschieden.“ Annika und Britta sind schon ein bisschen enttäuscht, aber vielleicht gibt’s bald ’ne neue Chance.

Mehr Infos: www.aktivevent.de

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