ELSFLETH - Gleich zwei Männer mit dem Nachnamen Janssen können als Väter des Hauses Elsfleth, einer Außenstelle des Schifffahrtsmuseum Brake, gelten: Einer ist der Kapitän und Reeder Horst Werner Janssen, der das ehemalige Polizeigebäude dem Land Niedersachsen abkaufte und der Bürgerstiftung zur Verfügung stellte. Der andere ist Heinz Janssen, der ehemalige Betriebsleiter der Fassmer-Werft in Motzen, Gemeinde Berne. Seine Sammlung von Bootsbauwerkzeugen wird in dem Museum präsentiert.
Museumsleiter Dr. Carsten Jöhnk stellte die Ausstellung in dem Haus, das in Elsfleth als „Bürgervilla Steenken“ bekannt ist, vor. Präsentiert wird oldenburgische Schifffahrtsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Ein zentrales Thema ist der Holzbootsbau mit Ausstellungsgegenständen aus der Sammlung von Heinz Janssen.
Klaus Müller, Vorsitzender des Museums-Trägervereins, dankte allen Förderern des Museums. Er begrüßte auch Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann (CDU). Das Land Niedersachsen hatte EU-Mittel für das Projekt bereit gestellt.
Stratmann nannte das Museum ein „herausragendes Zeugnis maritimer Tradition“. Es zeige, dass die Menschen in der Wesermarsch die Lage am Wasser geschickt genutzt haben, um mit Schiffbau, als Schiffsausrüster oder Fischer zu Wohlstand zu kommen. Die Bürgervilla Steenken zeuge davon. Unter dem Beifall der Anwesenden überreichte er Müller das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Dr. Dietrich H. Hoppenstedt, Präsident der Stiftung Niedersachsen, wünschte sich „überregionale Ausstrahlung“ des Museums: „Mit unserer Förderung wollen wir die Leuchttürme wirklich leuchten lassen.“
Als „maritimes Kleinod“ bezeichnete Bürgermeister Diedrich Möhring das neue Museum. Es diene dazu, die Tradition zu bewahren, aber auch dazu, etwas von der innovativen Kraft, die von Elsfleth ausgeht, zu vermitteln. Möhring dankte dem Trägervereinsvorsitzenden Müller und den Mitgliedern für ihren ehrenamtlichen Einsatz.
