ELSFLETH - Die Gründung des Elsflether Visurgen-Shanty-Chors im Jahr 1976 war für Lehrer Manfred Asche Anlass, sich wieder musikalisch zu engagieren. 1984 übernahm er die Leitung des Chores von Studienrat Hannes Schüler. „Es sollte eine Übergangslösung sein, aber daraus sind jetzt 24 Jahre geworden“, erinnert sich der Chorleiter. Jetzt, nach fast einem Vierteljahrhundert, legt Manfred Asche den Taktstock aus gesundheitlichen Gründen nieder.

Es fällt ihm sichtbar schwer, und hört man in die Reihen der Sänger, so hört man Gutes: „Manfred hat den Chor geprägt,“ heißt es einhellig. Während seiner Tätigkeit als Chorleiter hat Manfred Asche mit den Sängern den Chor weit über die Grenzen der Stadt Elsfleth und der Wesermarsch bekannt gemacht. Die Hafenkonzerte, die live aus Elsfleth über den Rundfunk liefen, wurden stets musikalisch vom Visurgen-Shanty-Chor begleitet. Im Fernsehen waren die Elsflether ebenso wie bei der Schaffermahlzeit in Bremen. Nicht wegzudenken ist der Chor bei der Patentverleihung an der Seefahrtschule.

Für die Nautische Kameradschaft hielt Kapitän Horst Werner Janssen die Laudatio auf den scheidenden Chorleiter. „Für den Chor waren Sie ein Mann der ersten und wichtigsten Stunde. Stets haben Sie unsere maritime Heimatstadt Elsfleth würdig vertreten,“ sagte Janssen. Als Anerkennung für Asches Verdienste überreichte Horst Werner Janssen eine Urkunde und die „Großherzogin Elisabeth" als Buddelschiff. Janssen vergaß nicht, Manfred Asches Ehefrau Beate in seine Würdigung einzubeziehen, die gerade bei den englischen Shantys als gebürtige Amerikanerin auf die richtige Aussprache geachtet hat.

Von Manfred Asche übernahm Werner Schwarz, Leiter der Musikschule Wesermarsch, den Taktstock. Er betonte, dass er hochmotiviert an die neue Aufgabe gehe.