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Störche Freches Quintett entzückt Liebhaber

Evelyn Eischeid

ELSFLETH - Fünf auf einen Streich – diesen einzigartigen Anblick genossen Mandy und Herbert Dettmann jeden Tag, wenn das Quintett der Jungstörche wieder einmal auf dem Nest am Erlenteich versammelt war und auf die Fütterung durch das Elternpaar wartete.

„Die Fünf waren fast den ganzen Tag unterwegs und suchten sich ihre Nahrung selber“, erzählt „Storchenvater“ Herbert Dettmann, „aber abends kamen sie immer noch gerne ins ,Hotel Mama’ zurück und ließen sich füttern.“ Diese Tage sind jetzt vorbei, noch vor dem Elternpaar haben sich die Jungen auf den Weg ins ferne Afrika gemacht.

Sechs Eier – fünf Küken

Fünf gesunde und kräftige Jungstörche gab es am Erlenteich zum letzten Mal vor fünfzehn Jahren. Umso größer war die Freude bei den Dettmanns und allen Bewohnern der Siedlung, als zum ersten Mal fünf Schnäbelchen aus dem Nest ragten. Schon im eiskalten Februar hatte das unberingte Elternpaar sein Domizil bezogen, nach der Storchenhochzeit legte Mutter Adebar sechs Eier, fünf Jungtiere schlüpften, das erste am 1. Mai.

Damit die große Kinderschar keine Not leiden musste, fütterte Herbert Dettmann in den heißen Wochen nach Bedarf Heringe hinzu, aber auch die Altstörche lieferten ihrem Nachwuchs reichlich Mäuse, Insekten und Maulwürfe. Die Fütterung mit Maulwürfen ging nicht ohne Futterneid über die Bühne. „In einer Woche habe ich 18 Maulwürfe unter dem Nest gezählt“, so Herbert Dettmann, „beim Gezerre von Schnabel zu Schnabel sind die dann herunter gefallen.“

Mit den ersten Flugversuchen ließ sich der Nachwuchs viel Zeit – die Premiere ging nicht ohne Blessuren ab. Das Ehepaar Dettmann erinnert sich schmunzelnd: „Einer der Fünf machte eine Bruchlandung auf dem First des Nachbarhauses und rutschte mit ausgebreiteten Flügeln die Dachziegel hinunter. Passiert ist ihm zum Glück nichts.“

Gute Entwicklung

Auch Udo Hilfers (Storchenpflegestation Berne), mit dem das Ehepaar Dettmann seit vielen Jahren in engem Kontakt steht, ist vom Storchennachwuchs in den Elsflether Außengebieten sehr angetan. „Fünf Junge am Erlenteich, zwei am Höfeweg in Moordorf und drei Junge auf dem Hof Büsing in Fünfhausen – damit kann man sehr zufrieden sein.“ Das Nest beim Hof Raddatz in Neuenfelde wurde durch Revierkämpfe zweier Störche zerstört und nicht wieder bezogen.

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