ELSFLETH - Ginge es nach Elsfleths Bürgermeister Diedrich Möhring, dann würde die Zollwarte wieder offiziell in Betrieb genommen. So zumindest wünschte es sich der Bürgermeister zur Eröffnung der Veranstaltungen rund um die Elsflether Zollwarte. Schmunzelnd bedauerte er: „Das ist ausgesprochen schade, es wäre ein guter Punkt für die Haushaltskonsolidierung gewesen.“

Als Vertreter der City-Offensive-Niedersachsen „Ab in die Mitte!“ richtete der Referatsleiter des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, Dr. Günter Wetzel, sein Grußwort an die schon am Vormittag zahlreich erschienenen Besucher. Er betonte, dass damals die Elsflether Zollwarte der Stadt einen besonderen Aufschwung gegeben habe und dass der Handel dadurch angeregt wurde. Wetzel lobte das begeisterte Engagement der ehrenamtlichen Akteure vor und hinter den Kulissen der City-Offensive. Besonders lobte er die Arbeit von Hauptorganisatorin Birgit Krüger, die gemeinsam mit ihrem Team hervorragendes geleistet habe. Wetzel wünschte Elsfleth, dass es auch ohne Zolleinkünfte gelänge, die Innenstadt aktiv zu beleben.

Nach den Grußworten begann das Open-Air-Theaterspektakel um den Elsflether Weserzoll, das in der Wesermarsch wohl seinesgleichen suchen dürfte. Nicht nur die Akteure, sondern auch das Publikum waren gefordert. Die Laiendarsteller verlegten die Schauplätze des Spektakels von der Kaje an die Zollwarte (Rathausplatz), vom Schlosspark ging es durch die Fußgängerzone bis in die St. Nicolai-Kirche, stets gefolgt vom Publikum.

Nicht nur die einzelnen Schauplätze und die dort aufgeführten Szenen machten Eindruck. Ein besonderes Bild boten die Laiendarsteller, darunter viele Kinder, die in teilweise selbst genähten historischen Kostümen auftraten und so die Zeit des Weserzolls wieder lebendig werden ließen. Das Theaterspektakel endete in der Kirche, wo Gästeführerin Lina Walter auf die historischen Hintergründe des Weserzolls einging.

Viel Mühe gaben sich auch den ganzen Tag über die zahlreichen Händler auf dem historischen Handwerker- und Bauernmarkt sowie die vielen Musik-, Chor- und Tanzgruppen beim Gartenfest im Schlosspark.