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Tiere Storch überwintert in der Wesermarsch

Felix Frerichs Redaktion elsfleth

ELSFLETH - Während seine Artgenossen in Spanien, Portugal oder Afrika überwintern, sitzt der Storch ganz alleine auf einem zehn Meter hohen Nest in einer Ferienhaussiedlung in Oberhammelwarden (Kreis Wesermarsch). Ein Storch, der im Nordwesten überwintert. Ein seltenes Bild.

Im Garten von Herbert und Mady Dettmann wohnt dieser gefiederte Gast in einem Storchennest, das von Frühjahr bis Herbst einer siebenköpfigen Storchenfamilie als Domizil dient.

„Anfang Oktober kamen wir aus dem Urlaub. Da waren die Sommerstörche weg. Aber es saß ein neuer Storch in dem Nest“, berichtet der pensionierte Polizist im Gespräch mit der

NWZ

 .

Im letzten Jahr hatte das Ehepaar schon einmal so einen ungewöhnlichen, weil seltenen Gast. „Winter-Storch“, sagt der 71-Jährige dazu. „Vielleicht ist es sogar derselbe“, vermutet Dettmann. Es war das erste Mal, dass auch im Winter ein Storch vorbeischaut und hier sogar die kalte Jahreszeit verbringt. „Ich habe immer Mitleid mit den Tieren. Wo finden die im Winter Mäuse oder Würmer unter der Schneedecke“, sagt Herbert Dettmann und sieht versonnen in Richtung Nest.

„Hau’ ab. Flieg in den Süden. Was willst du hier“, ruft Dettmann, der sonst ein eher freundliches Gemüt hat, dem imposanten Vogel zu. Doch der macht sich offenbar nicht allzu viel draus.

„Storchenvater“ Herbert Dettmann vermutet die Klimaerwärmung als Grund, warum Störche jetzt auch im Winter bleiben. „Oder es handelt sich um Tiere, die von Menschen von Hand aufgezogen wurden und jetzt nicht mehr weg wollen.“ Von seinem Frühstückstisch aus beobachtet der Pensionär den Storch in seinem Nest.

Vor 20 Jahren stellten die Dettmanns in ihrem Garten in Oberhammelwarden das Storchennest auf. Und prompt kam Besuch. 1990 kam das erste Paar und brütete zwei große Eier aus. Kurz darauf schlüpften im Garten des Ehepaars zwei Jungstörche.

In diesem Jahr waren es sogar fünf. Störche können brutal sein. „Wenn das Futter knapp ist, fressen sie die Jungstörche oder schmeißen sie aus dem Nest.“ Vielleicht ist das Futter der Grund, aus dem der Storch im Winter hierher kommt. Grünkohl schmeckt zu dieser Jahreszeit besonders gut.

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