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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Geburtstag Von Otto Waalkes: Bekanntester Ostfriese wird 70

19.07.2018

Emden Susi Sorglos sitzt zu Hause und föhnt ihr Haar; schabadu und schabada.

So einfach ist die Welt von Susi Sorglos, und so einfach war sie auch im Jahr 1975 für den Neunjährigen, der eine Musikkassette von Otto Waalkes in seinem Osternest fand.

Lustig sah er damals auf dem Cover aus – ja eigentlich heute noch – mit seinen langen strähnigen Haaren und der Buchstabenbrille auf der Nase. Schon das erste Stück über das Hausboot, das sinken musste, weil sich die Besitzer eine Kellerwohnung einrichten wollten, ließ die Tiefe erahnen, die dieser Otto Waalkes mit seinem Humor erreichen sollte.

Autogrammstunde am 20. Juli in emden

Zu seinem 70. zeigt sich Otto Waalkes seinen Fans. Schon an diesem Freitag – zwei Tage vor seinem Geburtstag – kommt der Künstler zu einer Autogrammstunde um 14 Uhr ins Emder Otto-Huus, Große Straße 1.

Am 26. Juli gastiert er mit seiner Band Friesenjungs beim Open Air in Markdorf, am 3. August steht der Auftritt in Wacken an.

Zu Ottos Geburtstag ist im Heyne-Verlag seine Biografie erschienen. „Kleinhirn an alle“ heißt das 416 Seiten starke Werk (22 Euro), das bereits in der Spiegel-Bestsellerliste vertreten ist.

An diesem Sonntag wird Otto aus Emden 70 Jahre alt; ein Alter, dem der berühmteste Ostfriese ebenso wenig aus dem Weg geht wie den Grenzen des pointierten Wortwitzes. In seiner Heimatstadt soll dies am Wochenende groß gefeiert werden, wobei der redselige Multimediakünstler selber die Rüstkammer des Ostfriesischen Landesmuseums als Ort an die Medien durchsteckte, und dass er zudem zum Ehrenbürger werden soll, aber doch lieber zu einem anderen Zeitpunkt, wie es nun von der Stadt hieß.

Niemand hätte je vermutet, dass es dieser Hungerhaken mit dem ausgeprägten Bewegungsdrang und seinem musikalischen Talent mal so weit bringen würde. „Mutti, nimm den Hund aus der Wiege“, soll Vater Karl beim Anblick des Neugeborenen im Jahr 1948 gesagt haben. Am Vornamen Karl-Heinz ist er knapp vorbeigeschrammt, den bekam der ältere Bruder ab.

Die Inhalte seines vertonten Bühnenprogramms waren eigentlich eine Mogelpackung. Die Darbietung wirkte oft simpel, dahinter steckten allerdings viel Klugheit und Belesenheit, die bei Unterhaltern im Nachkriegsdeutschland üblich war, aber in ordentlichen Anzügen präsentiert wurde.

Das Aufkommen des Anarcho-Humors der späten Sechziger – allen voran Monty Python in England – brach diesem Klamauk Bahn. Otto baute die Brücke, modernisierte die Klassische Literatur, bastelte zu Robin Hood eine szenische Handlung und bespielte Gitarre und Trommel, was das Zeug hielt.

Was Otto nicht selber einfiel, lieh er sich aus dem umfangreichen Repertoire des großen Heinz Erhardt oder aus der Neuen Frankfurter Schule um Robert Gerhardt, Peter Knorr und F. K. Waechter. Erlaubt war, was seinem Publikum gefiel.

Auch hier erfand er sich neu in zeitgemäßen Rollen. Seine Filme der Otto-Reihe oder Sieben Zwerge wurden zu Kassenschlagern, seine Bühnenshows sind ausverkauft, und als Synchronsprecher des Faultiers Sid in den Ice-Age-Trickfilmen muss man ihn einfach lieben.

Otto Waalkes ist allerdings noch vieles mehr: „Mitwohni“ in der Hamburger Lindenberg-Müller-Westernhagen-WG, größter Kleinkünstler deutscher Sprache, Schöpfer der Ottifanten, ehemaliger Sponsor von Kickers Emden und nicht zuletzt der Bandleader der Friesenjungs, mit denen er in diesem Jahr beim Heavy-Metal-Open-Air in Wacken auftritt.

Die meist gestellte Frage: Otto, hast Du eigentlich Pro­bleme mit dem Älterwerden? Nee, das geht von selbst!

Oliver Schulz Leitender Redakteur / Redaktion Kultur/Medien
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