EMDEN - Für eine bessere kulturelle Bildung in Deutschland plädiert Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Es müsse ein „neuer, ernstzunehmender Anlauf“ dafür unternommen werden, sagte er am Sonnabend bei der Eröffnung der Sommerausstellungen in der Kunsthalle in Emden. Vor mehr als 150 Gästen wertete er die kulturelle Bildung als „lausig“. Eine praktische Lösung des Problems sei die Malschule der Kunsthalle, die weit über Emden hinaus Nachahmer finden müsse.
Weiterer prominenter Gast war Fritz Pleitgen, ehemaliger WDR-Intendant. Er würdigte die Leistung des Kunsthallen-Stifters Henri Nannen, der als Gründer, Herausgeber und Chefredakteur des „Stern“ einer der Wegbereiter für die Entwicklung der Presse, der Pressefreiheit und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen sei.
Die Sommerausstellungen der Kunsthalle mit Werken aus eigenen Beständen und Arbeiten von Uwe Kowski läuft bis 14. September.
