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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Ein feines Festival zwischen E-Dur und f-Moll

06.08.2019

Emden Das Violinkonzert E-Dur von Johann Sebastian Bach. Die Tonart steht für glänzende, prachtvolle Stimmung. Franziska König spielt es in Emden zum Abschluss des 35. Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Das Klavierkonzert f-Moll vom gleichen Komponisten. Die Tonart wirkt weniger hell, ein bisschen eingetrübt. Iwan König ist der Solist in der ausverkauften Johannes a Lasco Bibliothek. Es sind Werke in zwei Tonarten, die gut für die Stimmung beim ältesten deutschen Flächenfestival der Klassik stehen können.

E-Dur überwiegt bei Weitem und prägt die positive Bilanz. „Vor allem die Atmosphäre war beglückend, die Besucher begeistert“, sagt Julia Marie Müller, die Managerin des Festivals mit diesmal 28 Konzerten und 197 Künstlerinnen und Künstlern.

7000 Besucher zählte der Musiksommer in diesem Jahr. „Rund ein Drittel der Konzerte war ausverkauft, die anderen sehr gut besucht.“ Müller erinnert sich spontan an das Mozart-Konzert mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin in Victorbur: „So voll wie diesmal war es dort noch nie.“

Auch im Ammerland und in Friesland hat der Musiksommer längst feste Standorte. Gut Horn am Nordufer des Zwischenahner Meeres und Schloss Gödens in der Gemeinde Sande meldeten jeweils zweimal fast traditionell volle Säle. Der Lokschuppen in Jever erwies sich erneut als Geheimtipp, mit Dayoung Yoon und ihrem Gayageum, einer Art südkoreanischer Zither. „Zusammen mit dem Cello kann man damit den Soundteppich für den nächsten Bond-Film legen“, schwärmt Pressesprecher Karsten Gleich.

Ein paar Zipfel im weiten Land lagen etwas im Schatten. Nicht alle Konzerte fanden den Zuspruch, den sie verdient hatten. Iwan König, der Künstlerische Leiter, setzte stark auf erstklassige Musiker, deren Namen vor allem Klassikkennern bekannt sind, aber wohl noch nicht allen Musiksommer-Fans. Musikalisch erwies sich diese geglückte Auswahl als Volltreffer. Nimmt man die Auftritte von treuen Gästen wie Dmitry Ashkenazy (Klarinette), Philippe Graffin (Violine ) oder Hie Yon Choi (Klavier) dazu, so entwickelte sich eine ganze Reihe überragender Konzerte. Zudem gelang es, 1200 Schüler, die laut Julia Müller „ganz toll mitgingen“, in Kinder- und Jugendkonzerten mit klassischer Musik in Berührung zu bringen.

Bei einer solchen Bilanz wird das Finale zum Familienfest. Die 14 Streicher des Festival-Orchesters unter Leitung von Franz Chien zelebrieren Franz Schrekers Intermezzo fis-Moll und lassen den britischen Humor (ja, den soll es geben) in Benjamin Brittens Simple Symphony blitzen. Den Sahneklecks setzt ebenso kraftvoll wie fein ausziseliert Cellist Sol Daniel Kim auf Joseph Haydns Cellokonzert C-Dur.

Vom 26. Juni bis zum 9. August 2020 ist der nächste Musiksommer geplant.

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