EMSTEK - Die Tradition der Gogerichtstag setzt die Interessengemeinschaft Altes Gogericht auf dem Desum“ an Sonnabend, 26. Juni, fort. ab 11 Uhr wird unter Vorsitz des aktuellen Gografen Gerd Meyer (Visbek) verhandelt, und von berufenen oder gewählten Gogerichtspflichtigen beraten sowie entschieden. Die musikalische Gestaltung übernehmen die Jagdhornbläser der Hegeringe Emstek und Cappeln.

Die Patenschaft der aktuellen Veranstaltung hat der Heimatverein Visbek übernommen. Aktive aus dessen Reihen stellen den Fall dar. Die Proben laufen seit Wochen mit großem Engagement. Für eine Darstellung auf dem Desum aufgearbeitet hat die Angelegenheit, die in den Jahren 1604 bis 1606 auf dem Desum in mehreren Terminen verhandelt wurde, Dr. Bernhard Brockmann (Goldenstedt). In dem historischen Verfahren geht es um Streitigkeiten wegen des Zehnten zwischen den Kirchen in Visbek und Wildeshausen als Kläger, und ihren Zehntleuten in der Bauerschaft Rechterfeld als Beklagten.

Wie in den Vorjahren, so wird auch diesmal wieder eine Person „für die Verdienste um das Alte Gogericht auf dem Desum sowie einen unermüdlichen Einsatz für die Belange Südoldenburgs mit dem „Desumteller“ ausgezeichnet. Im Anschluss an den offiziellen Teil ist mit Speisen und Getränken für das leibliche Wohl aller Beteiligten, ergänzt durch Gespräche über Geschichtsbewusstsein und die Stiftung von südoldenburger Identität, gesorgt.