Emstek - Der nächste Gogerichtstag der Interessengemeinschaft „Altes Gogericht auf dem Desum“ beginnt am Samstag, 30. Juni, um 11 Uhr auf dem Emsteker Desum. Das hat der Vorsitzende Georg Meyer-Nutteln auf der Mitgliederversammlung bekannt gegeben. Partner des Gogerichtstags 2018 sei der Heimatverein Visbek. Die anderen Heimatvereine seien aufgerufen, Schöffen zu benennen. Wer Josef Kolbeck als Gograf ablöse, stehe allerdings noch nicht fest, doch der Vorstand werde „mit Sicherheit wieder einen honorigen Vertreter ernennen“, so Meyer-Nutteln, der insbesondere die Repräsentanten der Städte, Gemeinden und Heimatvereine sowie den Gastredner Alfred Kuhlmann begrüßte.
Auch das Jahr 2017 habe ganz im Zeichen des Gogerichtstags gestanden, so Meyer-Nutteln. Vor allem der Heimatverein Löningen habe besondere Anerkennung verdient. Bereits im Februar sei er voller Eifer in die Planungen eingestiegen und habe schnell den Theaterverein Evenkamp für die Darstellung des historischen Falls gewinnen können. Besonderen Dank sprach der Vorsitzende dem Gografen Josef Kolbeck, dem Bürgermeister der Stadt Löningen Marcus Willen, der seine Rede im gekonnten Plattdeutsch gehalten habe, und Rolf Fahrenholz für die Ausführungen zur Stromtrasse im Rahmen des aktuellen Falls aus. Ein weiterer Dank gebühre dem Helferteam.
Petra Lampe wurde eine hervorragende Kassenführung attestiert. Ihr wurde ebenso einstimmig Entlastung erteilt wie dem Vorstand.
Im Anschluss gab es eine kurzweilige Vorstellung der Arbeit des Plattdeutschen Krings im Heimatbund Oldenburger Münsterland durch den Vorsitzenden Alfred Kuhlmann – natürlich up Platt. Der Kring, dem etwa 100 Mitglieder aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta angehören, bemühe sich, das Plattdeutsche als gesprochene und geschriebene Sprache zu erhalten. Die Tätigkeiten bestehen aus Veröffentlichungen in den lokalen Tageszeitungen, im Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland, dem Arbeitskreis Wörterbuch, Aktionen zum Europäischen Tag der Sprachen am 26. September jedes Jahres (Plattdeutsche Woche) oder der Basisarbeit in Kindergärten und Schulen. Neue Mitglieder seien immer willkommen, die Mitgliedschaft sei kostenlos.
Zum Abschluss sangen die Mitglieder noch ein kräftiges „Heil Dir, O Oldenburg“ und begaben sich zur pflichtgemäßen Nutzung verschiedener Gerichtsgefälle in Form von Heringen, Brot und Butter.
